Im österreichischen Einzelhandel tut sich einiges: Adeg, eine Marke des Rewe-Konzerns, übernimmt mehrere Unimarkt-Filialen und bringt frischen Wind in die Nahversorgung. Besonders spannend ist die Eröffnung von zwei neuen Adeg-Filialen im Februar 2026 in der Region Graz-Umgebung. Am 27. November 2025 wird Jessica Breite in St. Oswald bei Plankenwarth ihre Pforten öffnen, gefolgt von Silvia Niederl, die am 28. Februar 2026 in Fernitz-Mellach bei Graz startet.
Adeg hat sich bereits als wichtiger Nahversorger in etwa 150 Gemeinden in Österreich etabliert. Das Konzept setzt auf unternehmerische Eigenverantwortung und eine regionale Sortimentsgestaltung, was für die Anwohner von großer Bedeutung ist. Der Rewe-Konzern unterstützt diese Strategie, um wirtschaftliche Stabilität und ein soziales Miteinander zu fördern. Dies ist besonders wichtig, da Adeg in vielen ländlichen Gebieten der einzige Nahversorger ist.
Umstrukturierung der Unimarkt-Filialen
Parallel zur Expansion von Adeg zieht sich Unimarkt aus einigen Regionen zurück. So wird beispielsweise der Unimarkt im Marktzentrum von Waldhausen in einen Adeg umgewandelt. Die Familie Meindl wird den neuen Adeg-Markt als selbstständige Kaufleute weiterführen. Die Umstellung in Waldhausen erfolgt vom 16. bis 19. Februar 2026, wobei der Markt am 20. Februar wieder eröffnet wird. Interessanterweise bleiben die Öffnungszeiten unverändert, und der Fokus liegt weiterhin auf lokalen und regionalen Spezialitäten.
In Saxen wird der Unimarkt ebenfalls umgewandelt, jedoch in einen Spar-Markt. Die Familie Schwarzl setzt das Lebensmittelgeschäft in Saxen als selbstständige Kaufleute fort. Auch hier ist eine Schließung vom 2. bis 11. Februar 2026 vorgesehen, gefolgt von einer Wiedereröffnung am 12. Februar 2026. Die Strategie, regionale Produkte anzubieten, zieht sich durch beide Umstellungen.
Die Zukunft der Nahversorgung
Die Übernahme und Umwandlung der Unimarkt-Standorte in Adeg-Filialen ist Teil einer größeren Strategie des Rewe-Konzerns, die bis Anfang März 2026 elf ehemalige Unimarkt-Filialen in Österreich umfasst. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat die Übernahme von 20 Filialen genehmigt, wobei die Verpflichtung besteht, dass zehn dieser Standorte für mindestens zehn Jahre von selbstständigen Adeg-Kaufleuten betrieben werden. Adeg-Geschäfte werden in verschiedenen Orten eröffnet, darunter Zwettl (NÖ), St. Ruprecht an der Raab, Anger sowie in der Steiermark.
Florian Klein, Geschäftsführer von Adeg, hebt die Bedeutung dieser Übernahmen für die Nahversorgung hervor. In einer Zeit, in der viele traditionelle Einzelhändler kämpfen, setzt Adeg auf eine nachhaltige und regional verankerte Strategie, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird. Auch die Märkte von Billa und Spar zeigen, dass die Anpassung an lokale Gegebenheiten und Vorlieben ein Schlüssel zum Erfolg im Einzelhandel ist.
Für die Region Graz-Umgebung und darüber hinaus ist die Etablierung neuer Adeg-Filialen ein Lichtblick, der nicht nur die Nahversorgung sichert, sondern auch lokale Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaft stärkt. Die kommenden Monate versprechen also eine spannende Entwicklung im österreichischen Einzelhandel.
Mehr Informationen zu den Entwicklungen rund um Adeg und Unimarkt finden Sie in den Artikeln von Kleine Zeitung, Mein Bezirk und Vienna.at.