In der Steiermark wurde ein wichtiger Schritt zur Förderung der Jugendarbeit beschlossen. Die steirische Landesregierung hat Fördermittel in Höhe von 799.013 Euro für 23 Jugendverbände im Jahr 2026 genehmigt. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Freizeitgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen in der Region zu stärken. Besonders erfreulich ist die Valorierung der Grundkosten um vier Prozent, was insbesondere den Personalkosten zugutekommt. Zu den betroffenen Verbänden gehören unter anderem die Alpenvereinsjugend, die Trachtenjugend, die Pfadfinder und die Landjugend sowie verschiedene politische Jugendorganisationen. Je nach Mitgliederzahl und beantragter Fördersumme erhalten die geförderten Verbände eine Aufstockung der Mittel, die sowohl Personalkosten als auch Grundaktivitäten, Projektkosten und Ehrenamtsversicherung unterstützen.
Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom hebt die bedeutende Rolle des Ehrenamts hervor und betont die Notwendigkeit, die verbandliche Jugendarbeit zu fördern. Jugendlandesrat Stefan Hermann fügt hinzu, dass die verbandliche Jugendarbeit entscheidend für die Entwicklung sozialer Kompetenzen und die persönliche Entfaltung junger Menschen ist. Diese Unterstützung ist nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern trägt auch zur Schaffung einer aktiven und engagierten Jugendkultur in der Steiermark bei. Die Fördermittel sind ein wichtiger Baustein, um die vielfältigen Angebote für Kinder und Jugendliche aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.
Vielfältige Fördermöglichkeiten
Die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist ein entscheidender Aspekt, wenn es um die Zukunft einer Gesellschaft geht. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle, um den jungen Menschen Chancen zu eröffnen. Familien benötigen oft frühzeitige Unterstützung in sozialen, ökonomischen, psychologischen und gesundheitlichen Bereichen. Die Ziele der Kinder-, Jugend- und Bildungsarbeit sind das Wohlergehen und die gesellschaftliche Teilhabe. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Bereiche gefördert, wie die Kinder-, Jugend- und Familienbildung, Erziehungsberatung, politische Bildung und Jugendsozialarbeit. Auch spezifische Angebote für Jugendtreffs, Kultur- und Sportangebote sowie Projekte gegen Kinderarmut fallen unter diese Fördermöglichkeiten.
Die Fördermittel stammen aus unterschiedlichen Quellen, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Auf Bundesebene unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte über den Kinder- und Jugendplan des Bundes. Auf Landesebene stellen Ministerien und Jugendämter Gelder bereit, um lokale Initiativen zu fördern. Besonders erwähnenswert sind auch die Förderungen durch Bürgerstiftungen und private Stiftungen, die regionale Projekte in Bildung und Sport unterstützen.
Der Kinder- und Jugendplan des Bundes
Ein zentraler Bestandteil der Förderung ist der Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP), der am 29. September 2016 in Kraft trat. Die Richtlinien des KJP zielen darauf ab, die Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene zu fördern. Dabei stehen Unterstützung in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Integration sowie Hilfen für Familien und Erziehungsberechtigte im Vordergrund. Zudem legt der KJP großen Wert auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gefahren und die Schaffung kinder-, jugend- und familienfreundlicher Lebensbedingungen.
Die Antragstellung für Fördermittel muss bis zum 30. November des Vorjahres für das folgende Haushaltsjahr erfolgen. Nach der Nutzung der Zuwendung ist ein Verwendungsnachweis erforderlich, der die zweckentsprechende Verwendung dokumentiert. Mit diesen Maßnahmen wird eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und kommunalen Gebietskörperschaften gefördert, um die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu erfüllen. Die kontinuierliche Zusammenarbeit und die Schaffung von Arbeitsgruppen sind wichtige Elemente, um die Qualität der Angebote sicherzustellen und weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen zu Fördermitteln für Vereine und Projekte sind in den entsprechenden Förderdatenbanken verfügbar, was eine wertvolle Ressource für alle Beteiligten darstellt.