Im malerischen Eisenerz ist heute wieder großer Motorsport angesagt. Das Erzbergrodeo lockt über 1000 Starter aus der ganzen Welt an und verwandelt die Einwohnerzahl der kleinen Stadt in ein eindrucksvolles Treiben, das mehr als drei Mal so viele Menschen zählt wie üblich. Die Atmosphäre ist voll von Aufregung und Kameradschaft, denn die Teilnehmer sind bereit, sich der Herausforderung der beeindruckenden Bergstrecke zu stellen.
Der erste Prolog-Lauf, welcher am Freitag starten sollte, begann zwar etwas verspätet, aber das tat der Begeisterung keinen Abbruch. Im Hintergrund arbeiten die Veranstalter bereits seit früh am Morgen, um die Schäden der nächtlichen Regenfälle zu beseitigen und die Strecke wieder fit zu machen. Bei kühlen neun Grad, einer dichten Wolkendecke und leichtem Nieselregen wurden die Teilnehmer auf die anspruchsvolle Strecke geschickt, die im Garten eines ehemaligen Bergbaugebiets verläuft. Diese Kulisse beeindruckt sogar erfahrene Dakar-Veteranen, die hier einen einzigartigen Wettbewerb erleben.
Dramatische Renntage
Das Erzbergrodeo hat eine lange Tradition in der Enduro-Szene und bietet spektakuläre Rennformate. So fand auch heuer der erste Renntag mit dem „MITAS Rocket Ride“ statt, bei dem die Fahrer durch steile Hänge und herausfordernde Passagen navigieren müssen. In der Vergangenheit, wie beim Erzbergrodeo 2019, waren 272 Teilnehmer aus 26 Nationen am Start, und das Event erfreute sich großer internationaler Aufmerksamkeit. Ossi Reisinger, ein österreichischer Fahrer, setzte dort mit seinem vierten Sieg beim Rocket Ride ein starkes Zeichen und holte sich den begehrten Felspokal.
Doch auch andere Fahrer wie Walter Feichtinger und der Israeli Tsuk Sella, der im vergangenen Jahr Dritter wurde, zeigen, dass sich auf den Hängen des Erzbergs internationale Talente messen. Feichtinger erreichte letztes Jahr sein erstes Podium und ist weiterhin ein ernstzunehmender Konkurrent. Die Konkurrenz bleibt spannend, und alle Augen sind gespannt auf die kommenden Tage gerichtet, insbesondere auf den Iron Road Prolog, bei dem bislang fast 1.700 Teilnehmer gemeldet sind.
Ein Blick in die Ergebnisse
Beim Iron Road Prolog 2019 zeigte der Spanier Josep Garcia bei strömendem Regen seine Klasse und gewann mit einer Zeit von 9:26,83 Minuten. Nathan Watson aus Großbritannien folgte ihm auf den Fuß mit nur 8 Sekunden Rückstand. Ossi Reisinger, ein weiterer bekannter Name in der Szene, konnte sich als Dritter qualifizieren und sicherte sich damit einen Platz im spannenden Hare Scramble, wo nur die besten Fahrer ihr Können unter Beweis stellen dürfen.
Die Veranstalter sind auf das Rennen vorbereitet, und trotz der widrigen Wetterbedingungen scheint die Stimmung unter den Teilnehmern und Zuschauern ungetrübt. Das Erzbergrodeo ist mehr als nur ein Rennen, es ist ein Fest des Motorradsports und der Gemeinschaft, und es bleibt spannend abzuwarten, welche Geschichten sich in den kommenden Tagen entwickeln werden.