Ab dem 1. März 2026 dürfen sich angehende Häuslbauer und Sanierer in der Steiermark freuen, denn dann können Anträge für neue Eigenheimförderungen gestellt werden. Diese Förderungen gelten sowohl für den Bau von Einfamilienhäusern als auch für den Kauf und die thermische Sanierung bestehender Eigenheime. Damit wird insbesondere jungen Familien unter die Arme gegriffen, die oft mit finanziellen Hürden konfrontiert sind. Die Landesdarlehen bieten Zinssätze von bis zu 1,5 Prozent und die maximale Darlehenshöhe beträgt 80.000 Euro. Um die Förderung zu erhalten, müssen Antragsteller die Einkommensobergrenze einhalten, die gezielt dafür sorgt, dass die Unterstützung denjenigen zugutekommt, die sie wirklich benötigen.
Ein zusätzliches Highlight der Förderung ist der Jungfamilienbonus, der als Zuschlag von 10.000 Euro in die Eigenheimförderungen integriert wird. Damit wird nicht nur nachhaltiges, energieeffizientes und ressourcenschonendes Bauen gefördert, sondern auch die Vermeidung von Zersiedelung und die Stärkung bestehender Infrastruktur angestrebt. Für Neuerrichtungen gilt, dass der Baustein des Siedlungsschwerpunkts verpflichtend ist, mit wenigen Ausnahmen. Ziel ist es, lebendige und funktionierende Gemeinden im ländlichen Raum zu unterstützen. Detaillierte Informationen zu den neuen Förderrichtlinien werden auf der Wohnbauseite des Landes Steiermark veröffentlicht.
Eigenheimförderungen in Deutschland
Auch in Deutschland wird der Traum vom eigenen Zuhause gefördert. Viele Familien streben nach Wohneigentum, um ein individuelles Zuhause zu schaffen. Doch die steigenden Zinsen machen es insbesondere für Familien mit geringen oder mittleren Einkommen zunehmend schwieriger. Hier kommt das Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“ (WEF) des Bundesbauministeriums ins Spiel, das am 1. Juni 2023 gestartet wurde und ab dem 16. Oktober 2023 verbesserte Konditionen bietet. Anspruchsberechtigte Familien können zinsverbilligte Darlehen bei Finanzierungspartnern wie Hausbanken oder Sparkassen erhalten und dabei Ersparnisse von bis zu 35.000 Euro realisieren.
Um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen, fördert das Programm nur Neubauten mit einem geringen CO2-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus. Familien, die mindestens ein minderjähriges Kind haben und deren maximal zu versteuerndes Jahreseinkommen 90.000 Euro (plus 10.000 Euro für jedes weitere Kind) nicht übersteigt, können von dieser Förderung profitieren. Über 75 Prozent der Haushalte in Deutschland sind antragsberechtigt, wobei die Voraussetzung Selbstnutzung des Wohneigentums und kein Besitz von anderem Wohneigentum ist. Details zu den Förderkonditionen finden sich auf der Webseite des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau.
Zusätzliche Förderprogramme und Möglichkeiten
In Baden-Württemberg gibt es zudem das Programm „Finanzierung Familienzuwachs“, das sich an alleinstehende oder kinderlose Paare mit Kinderwunsch richtet. Hier können Darlehen zwischen 239.500 und 431.000 Euro beantragt werden, wobei eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 Prozent erforderlich ist. Für jede weitere Familie gibt es zusätzliche Unterstützung durch Tilgungszuschüsse. Auch die „Eigentumsförderung Z 15-Darlehen“ bietet interessante Optionen für Familien, die ein Eigenheim erwerben möchten. Diese Programme sind darauf ausgelegt, Familien in ihrer finanziellen Lage zu unterstützen und den Weg zum eigenen Zuhause zu erleichtern.
Insgesamt zeigt sich, dass sowohl in der Steiermark als auch in Deutschland verschiedene Fördermöglichkeiten bestehen, die auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind. Während in der Steiermark der Fokus auf nachhaltigem Bauen und der Stärkung ländlicher Gemeinschaften liegt, bietet Deutschland mit dem WEF und anderen Programmen zinsverbilligte Darlehen an, um den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. In einer Zeit, in der die Wohnkosten steigen und die finanzielle Belastung zunimmt, sind solche Maßnahmen mehr denn je gefragt.





