Heute ist der 2.03.2026 und in Deutschlandsberg wird die Zukunft des öffentlichen Verkehrs greifbar. Das Pilotprojekt für selbstfahrende Busse, das ab 2027 starten soll, nimmt konkrete Formen an. Geplant ist ein autonomer Busverkehr vom Bahnhof Weststeiermark nach Groß St. Florian und über Frauental nach Deutschlandsberg. An diesem Tag wurde ein automatisierter Testbus vorgestellt, der zwar aus gesetzlichen Gründen manuell von einem Fahrer gesteuert wurde, dennoch einen Einblick in das künftige Mobilitätskonzept bietet. Manfred Kainz, Obmann der WKO Deutschlandsberg, hebt die Bedeutung dieser Infrastrukturentwicklung hervor, die nicht nur die Region, sondern auch die Mobilität in der Steiermark revolutionieren könnte.
Ein Konsortium mit 19 Partnern wurde gegründet, das unter anderem von Bundesmitteln gefördert wird. Die Pilotregion Deutschlandsberg wird dabei auch durch die Teilnahme von St. Paul im Lavanttal unterstützt. In den kommenden zwei Jahren soll eine Testphase für autonom fahrende Busse zwischen Deutschlandsberg, Groß St. Florian und dem Bahnhof Weststeiermark stattfinden. Geplant sind zwei Busse, die ähnlich dem präsentierten Modell getestet werden. Projektleiter ist Alplab, ein Grazer Unternehmen, das mit einem konkurrenzlosen Fahrzeug aufwartet, das bereits internationale Preise gewonnen hat. Ziel ist es, selbstfahrende Busse mit ausgebildetem Sicherheitspersonal einzusetzen, die Level 4 der Fahrzeugautomatisierung erreichen, während andere Hersteller wie Tesla und Mercedes lediglich Level 2 anbieten.
Integration in den öffentlichen Verkehr
Das Projekt mit dem Namen Torus zielt darauf ab, autonome Busse in das öffentliche Verkehrssystem der Steiermark zu integrieren. Die Demofahrt ist für Montag geplant und wird zwischen dem Bahnhof Weststeiermark und Deutschlandsberg stattfinden. Während dieser Fahrt wird ein Sicherheitschauffeur anwesend sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Auch in Kärnten ist die Zukunft autonomer Busse gesichert: Eine Strecke zwischen St. Paul Bahnhof (Lavanttal) und St. Andrä wird in Zukunft bedient. Alplab und die Wirtschaftskammer fungieren als Treiber dieses innovativen Projekts, das Teil einer größeren Initiative ist, die autonome Busse als Zubringer zu nutzen. Die offizielle Bekanntgabe des Projekts steht in den kommenden Tagen bevor, was die Vorfreude in der Region noch weiter steigert.
Herausforderungen und Chancen für die Zukunft
Der Weg zur vollständigen Integration autonomer Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr erfordert jedoch sorgfältige Planung und Analyse. Die Verkehrsbetriebe sind gefordert, Chancen und Herausforderungen für autonome Konzepte vor Ort zu erkennen. Die Entwicklung eines Geschäftsmodells und die Definition des Ökosystems sind essenziell. Umsetzungsstrategien müssen kontinuierlich verfeinert werden, und die Anpassung betrieblicher Prozesse ist notwendig, um autonomes Fahren effizient umzusetzen. Auch rechtliche Rahmenbedingungen, Vergabestrategien sowie Notfall-, Sicherheits- und Datenschutzkonzepte sind von großer Bedeutung.
ÖPNV-Anbieter und Kommunen sollten gezielte Marketingkampagnen zur Integration autonomer Fahrzeuge umsetzen. Der PwC Autonomous Mobility Calculator kann Verkehrsunternehmen dabei unterstützen, Mobilitätskonzepte zu entwickeln und zu bewerten. Dabei werden unter anderem die Anzahl der Fahrzeuge, Fahrplan- und Wagenkilometer sowie der Personaleinsatz erfasst. Die Frage ist nicht mehr, ob autonome Fahrzeuge zur Daseinsvorsorge in Deutschland beitragen werden, sondern wann sie in den regulären Betrieb übergehen.
Für die Region Deutschlandsberg könnte dieses Projekt ein entscheidender Schritt in Richtung einer modernen und nachhaltigen Mobilität sein. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich die Technologie und die damit verbundenen Konzepte weiterentwickeln, und ob die Vision von selbstfahrenden Bussen bald Realität wird. Wer mehr über das Pilotprojekt erfahren möchte, findet weitere Informationen in der Quelle und der zweiten Quelle.