In Deutschlandsberg kam es am Freitag zu einem bedauerlichen Verkehrsunfall, als ein 76-jähriger Fußgänger auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums von einem Auto erfasst wurde. Laut Berichten gab die 62-jährige Pkw-Lenkerin an, dass sie beim Einbiegen auf den Parkplatz auf ein ausfahrendes Fahrzeug konzentriert war und den Fußgänger zunächst nicht bemerkte. Trotz eines Bremsversuchs konnte die Kollision nicht mehr verhindert werden. Der Fußgänger wurde auf die Motorhaube geschleudert und stürzte zu Boden, wobei er mehrere Verletzungen erlitt. Er wurde umgehend von der Rettung ins UKH nach Graz gebracht und dort stationär aufgenommen. Die Autofahrerin blieb unverletzt. Bei beiden Unfallbeteiligten wurde ein Alkotest durchgeführt, der negativ ausfiel. Die Polizei ermittelt nun den genauen Unfallhergang. Weitere Informationen zu diesem Vorfall können in dem Artikel auf der Kleine Zeitung nachgelesen werden.
Dieser Vorfall ist Teil eines größeren Problems, das auch in Deutschland eine Rolle spielt. Im Jahr 2024 gab es etwa 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle in Deutschland, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Während die Zahl der Unfälle mit Sachschäden gestiegen ist, verharrt die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden auf einem Niveau wie 1955. Die Verkehrstoten in Deutschland sind von 19.193 im Jahr 1970 auf 2.770 im Jahr 2024 gesunken. Dies zeigt, dass sich die Verkehrssicherheit in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert hat, jedoch bleibt noch viel zu tun, um das Ziel der „Vision Zero“ zu erreichen, das keine Verkehrstoten bis 2050 vorsieht.
Ursachen und Trends im Verkehr
Eine der häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschäden sind ungenügender Abstand, nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss. Im Jahr 2024 führten 40% der alkoholbedingten Unfälle zu Personenschäden, was 198 Toten und 17.776 Verletzten entspricht. Des Weiteren gab es 298 Unfälle durch Nebel und 2.412 Wildunfälle mit Personenschaden. Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderungen, die im Straßenverkehr bestehen, insbesondere auf Autobahnen und Bundesstraßen, wo das Risiko für Verunglückte höher ist als auf Landes- oder Kreisstraßen.
Ein weiterer Trend, der in den letzten Jahren zu beobachten ist, betrifft die Zunahme von Unfällen mit E-Bikes und E-Scootern. Im Jahr 2024 wurden 26.057 E-Bike-Fahrer verletzt oder getötet, was die Notwendigkeit einer besseren Verkehrsinfrastruktur und eines erhöhten Bewusstseins der Verkehrsteilnehmer unterstreicht. Radfahrer sind nach Autofahrern die zweithäufigsten Hauptverursacher von Straßenverkehrsunfällen, was zeigt, wie wichtig es ist, auch diese Gruppe in die Diskussion um Verkehrssicherheit einzubeziehen.
Statistische Erhebungen und ihre Bedeutung
Die aktuellen Statistiken zur Verkehrssicherheit sind entscheidend für die Entwicklung von Maßnahmen in Bereichen wie Gesetzgebung, Verkehrserziehung, Straßenbau und Fahrzeugtechnik. Die Grundlagen der Straßenverkehrsunfallstatistik dienen dazu, Strukturen des Unfallgeschehens sowie Abhängigkeiten zwischen unfallbestimmenden Faktoren aufzuzeigen. Diese Daten sind nicht nur wichtig für die Analyse der Unfallursachen, sondern auch für die Planung von staatlichen Verkehrspolitiken, insbesondere in der Infrastruktur- und Verkehrssicherheitspolitik. In diesem Kontext wird deutlich, dass auch Unfälle beim Transport gefährlicher Güter nach Unfallart berücksichtigt werden müssen, um eine umfassende Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Weitere Informationen darüber finden Sie auf der Website des Statistischen Bundesamtes.