In der Steiermark, insbesondere im Bezirk Deutschlandsberg, hat intensiver Schneefall zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. In den frühen Freitagsstunden fielen rund 20 Zentimeter Neuschnee, der vor allem durch seine Nässe umgestürzte Bäume auf Straßen und Stromleitungen verursachte. Die Situation ist ernst, und Bürgermeister Josef Waltl appelliert eindringlich an die Bevölkerung, zu Hause zu bleiben, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Viele Steirer erhielten zwischen 8 und 9 Uhr Warnungen über AT-Alerts, die auf umgestürzte Bäume hinwiesen.
Die Straßenverkehrsbedingungen sind katastrophal: Die B76, die Radlpassstraße in Bad Schwanberg, sowie der Grenzübergang Radlpass nach Slowenien sind in beide Richtungen gesperrt. Auch die B69 und mehrere Landesstraßen wie die L303 und L653 sind von Sperrungen betroffen. Zugreisende müssen sich auf wetterbedingte Behinderungen einstellen, da GKB-Züge der S6 zwischen Wies-Eibiswald und Graz-Hauptbahnhof ausgefallen sind und es auf der ÖBB-Strecke zwischen Wildon und Leibnitz zu Sperrungen gekommen ist. Dies führt zu Verspätungen und Einschränkungen auf den GKB-Buslinien im Bereich Deutschlandsberg.
Stromausfälle und Feuerwehr-Einsätze
Die Situation verschärft sich durch über 1.000 Stromausfälle, ein Drittel davon allein im Bezirk Deutschlandsberg. Umgestürzte Bäume stören zudem Telefonleitungen und Internetverbindungen, was die Kommunikation erheblich einschränkt. Die örtlichen Feuerwehren sind seit Donnerstagabend im Dauereinsatz. Knapp 50 Einsätze wurden bereits verzeichnet, an denen 36 Freiwillige Feuerwehren mit rund 330 Einsatzkräften beteiligt sind.
Das Rote Kreuz vermeldet, dass es „nicht zeitkritische Krankentransporte“ vorübergehend nicht durchführen kann, jedoch zeitkritische Transporte weiterhin möglich sind. Dies zeigt, wie stark die Infrastruktur unter den aktuellen Wetterbedingungen leidet.
Wettervorhersage und weitere Entwicklungen
Die Schneefälle in der Region Deutschenberg nahmen seit Mittag ab, doch die GeoSphere Austria hat eine Schneewarnung der Warnstufe 3 von 4 bis zum Nachmittag herausgegeben. Die kommenden Tage bringen möglicherweise weitere Niederschläge, wie die Wettervorhersage zeigt. Für den Zeitraum von Freitag bis Montag könnten nochmals bis zu 20 cm Schnee fallen, gefolgt von mehr als 10 cm in niederen Lagen. Dies könnte die bereits angespannte Lage weiter verschärfen, wenn man bedenkt, dass die Schneevorhersage auch für die nächsten Tage mit weiteren Niederschlägen rechnet. Details zu den erwarteten Schneemengen finden Sie auf Bergfex.
Die gesamte Lage in Deutschlandsberg erfordert ein hohes Maß an Vorsicht und Aufmerksamkeit. Die Bürger werden ermutigt, sich über offizielle Kanäle über aktuelle Entwicklungen zu informieren, um sicher durch diese winterlichen Herausforderungen zu navigieren. Weitere Informationen zu den aktuellen Ereignissen finden Sie auch in dem Bericht auf MeinBezirk und ORF Steiermark.