In den letzten Jahren hat sich im Bezirk Deutschlandsberg eine bemerkenswerte Entwicklung im Bereich der sportlichen Förderung an Schulen abgezeichnet. Immer mehr Schulen setzen auf sportliche Schwerpunkte, um Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Mittelschule Deutschlandsberg, die seit über zehn Jahren ein Talentförderzentrum (TFZ) betreibt. Dieses Konzept bietet den Schülern nicht nur vielseitige Bewegungserfahrungen, sondern auch eine sportartspezifische Förderung im Pflichtunterricht.

Das Talentförderzentrum entstand an der Neuen Mittelschule 2, die im Jahr 2023 mit der „1er“ zusammengelegt wurde. Das TFZ ist in den Sportunterricht integriert, sodass alle Schüler der ersten und zweiten Klassen vier Wochenstunden Sport genießen können. Diese erhöhte Stundenzahl hat zum Ziel, motorische, koordinative und konditionelle Grundlagen zu fördern sowie individuelle Leistungsentwicklungen zu beobachten. Im aktuellen Schuljahr nehmen die ersten Klassen an verschiedenen Neigungsgruppen, wie Rückschlagspielen, Volleyball und Faustball, sowie in zwei polysportiven Gruppen teil.

Erfolge und Talente

Das Rotationsprinzip in den Neigungsgruppen ermöglicht eine umfassende Talentbeobachtung und verhindert eine verfrühte Spezialisierung auf eine Sportart. Gleichzeitig fördern die polysportiven Gruppen die motorischen Basisfertigkeiten und die Bewegungsfreude der Schüler. Ab der siebenten Schulstufe wird ein eigener Sportschwerpunkt als Wahlfach angeboten, um den sportlichen Interessen der Jugendlichen gerecht zu werden. Dies alles führt zu herausragenden Leistungen, insbesondere im Fußball und Faustball, und mehr Schüler nehmen an Sportbewerben teil.

Die Erfolge der Mittelschule Deutschlandsberg sind beeindruckend. Bei den Crosslauf-Bezirksmeisterschaften erzielte die Schule die beste Gesamtbilanz. Die Burschen gewannen die Bezirkssiege im Handball in beiden Altersklassen, während die Mädchen den zweiten Platz in der Koralmhalle belegten. Im Volleyball erreichte die MS Deutschlandsberg den achten Platz im Landesfinale der „Volleyball School Championships Boys“, und das alles ohne Vereinsspieler. Diese Erfolge sind nicht nur ein Zeugnis des Engagements der Schule, sondern auch ein Zeichen für die Wirksamkeit des sportlichen Konzepts.

Ein Weg zur Eliteschule des Sports?

Die Mittelschule Deutschlandsberg könnte möglicherweise auf dem Weg sein, die Kriterien für eine „Eliteschule des Sports“ zu erfüllen. Um in ein Anerkennungsverfahren aufgenommen zu werden, müssen Schulen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie die Nähe zu mindestens zwei Bundesstützpunkten oder einem gut erreichbaren Olympiastützpunkt. Diese Kriterien sind Teil eines umfassenden Systems, das darauf abzielt, die schulische und sportliche Karriere der Schüler optimal zu koordinieren. So gibt es in Deutschland aktuell 43 Prädikate für Schulen, die herausragende Bedingungen bieten.

Die systematische Weiterentwicklung der Eliteschulen des Sports in Deutschland basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Kultusministerkonferenz, der Sportministerkonferenz und dem DOSB. Diese Initiative könnte auch für die Mittelschule Deutschlandsberg von Bedeutung sein, da der Zugang zu einem Bundesstützpunkt und entsprechenden Serviceleistungen entscheidend für die Bewerbung um den Status einer Eliteschule ist. Die Schule hat bereits einen hervorragenden Start hingelegt, und die hohe Anzahl an Sportstunden trägt zur Förderung von Talenten bei.

Insgesamt zeigt sich, dass die Mittelschule Deutschlandsberg mit ihrem Talentförderzentrum auf einem vielversprechenden Weg ist, die sportliche Ausbildung ihrer Schüler zu optimieren und gleichzeitig die Gemeinschaft durch sportliche Erfolge zu stärken. Die Verknüpfung von Schule und Leistungssport könnte in Zukunft noch mehr Talente hervorbringen und die Region Deutschlandsberg nachhaltig positiv beeinflussen. Weitere Informationen zu den Herausforderungen und Chancen von Eliteschulen des Sports finden sich in der detaillierten Beschreibung der DOSB.