In der Nacht auf Sonntag, den 22. Februar, ereignete sich ein Großbrand in einem Pferdestall im Ortsteil Aibl von Eibiswald, im Bezirk Deutschlandsberg. Der Brand brach gegen 22:00 Uhr aus und wurde vermutlich durch einen Defekt an einer Gasflasche ausgelöst. Zum Zeitpunkt des Feuers befanden sich 14 Pferde im Stall, die jedoch alle rechtzeitig ins Freie gebracht werden konnten. Mehrere Feuerwehren waren bereits im Einsatz, als die Polizei alarmiert wurde. Insgesamt waren 111 Feuerwehrleute mit 21 Fahrzeugen vor Ort, um die Flammen zu bekämpfen und die Tiere zu retten.
Der 51-jährige Stallbesitzer erlitt während der Rettungsaktion Verbrennungen am Oberkörper und an der linken Hand. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde er ins LKH Deutschlandsberg gebracht. Die Feuerwehr konnte den Brand nach rund zwei Stunden löschen, blieb aber zur Brandwache vor Ort. Die genaue Brandursache wird derzeit ermittelt, und die Höhe des verursachten Schadens ist noch unbekannt. Diese dramatischen Ereignisse werfen ein Licht auf die Herausforderungen, denen sich die Feuerwehr und die Rettungsdienste bei solchen Einsätzen gegenübersehen. Für weitere Informationen zu dem Vorfall können Sie die vollständige Berichterstattung auf meinbezirk.at nachlesen.
Statistische Einordnung von Bränden
Die Situation in Eibiswald ist kein Einzelfall. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik, die von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) erstellt wurde, sind Brände in landwirtschaftlichen Betrieben und Ställen eine ernstzunehmende Gefahr. Die Statistik dient der Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland und hat über 5.000 Einsätze erfasst. Besonders Küchen sind mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände, während in Wohngebäuden fast die Hälfte aller Brände ausklingen.
Ein interessantes Detail ist, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten. Brände in höheren Geschossen sind zwar seltener, verursachen jedoch größere Schäden. Die Zeit zwischen 23 Uhr und 4 Uhr weist ein höheres Schadenausmaß auf, obwohl weniger Brände auftreten. Dies zeigt, dass das Verständnis der Brandursachen und -verhalten entscheidend ist, um präventive Maßnahmen zu entwickeln und die Feuerwehren bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Weitere Informationen zur vfdb-Brandschadenstatistik können Sie auf feuertrutz.de finden.
Die Ereignisse in Eibiswald erinnern uns an die Notwendigkeit von Brandschutzmaßnahmen und die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungskräften und der Bevölkerung. Nur so kann die Sicherheit für Mensch und Tier gewährleistet werden.