In Deutschlandsberg tut sich was im Bereich des Boulderns! Der Alpenverein hat große Pläne: Die erste Boulderhalle der Stadt soll entstehen. Wie die Kleine Zeitung berichtet, ist der Standort im Wirtschaftspark in einer Industriehalle vorgesehen. Die Halle soll eine Fläche von 600 Quadratmetern bieten, auf der verschiedene Routen und Schwierigkeitsstufen für Boulderenthusiasten aller Altersklassen zur Verfügung stehen werden.

Die Vision eines solchen Projekts hat ihren Ursprung in einem Kletterfest, das anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins organisiert wurde. Hier wurde deutlich, dass es einen Bedarf an zeitgemäßer Indoor-Kletterinfrastruktur gibt, die ganzjährig genutzt werden kann. Besonders Kinder, Jugendliche sowie Anfänger und Vereinsmitglieder haben derzeit nur begrenzte Möglichkeiten, ihre Klettertechnik und Bewegungskompetenz zu trainieren.

Ein Treffpunkt für die Region

Die Boulderhalle soll nicht nur ein Ort für sportliche Betätigung sein, sondern auch ein echter Treffpunkt für die lokale Gemeinschaft werden. Neben dem klassischen Boulderbereich wird es auch einen speziellen Kinderbereich und eine Chill-Out-Zone geben. Zudem sind ein Ausrüstungsverleih und Boulderwände im Außenbereich geplant. Gemäß der MeinBezirk soll die Ausstattung zudem moderne Features wie neigungsverstellbare, App-gesteuerte Systemwände umfassen.

Ein modernes Self-Check-in-System wird den Zugang zur Halle erleichtern, während qualifizierte Trainerinnen und Trainer Kurse und Ausbildungen anbieten. Das Konzept der Halle sieht auch gemütliche Aufenthaltszonen sowie ein Getränke- und Kaffeeangebot vor, um den sozialen Austausch zu fördern. Ziel ist es, einen lebendigen alpinen Treffpunkt zu schaffen, der Bewegung, Ausbildung und Gemeinschaft vereint.

Finanzierung und Zukunftsperspektiven

Die finanziellen Rahmenbedingungen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Die geschätzten Kosten für das Projekt belaufen sich auf bis zu 700.000 Euro. Das Alpenvereinsteam plant, das Projekt durch Förderungen, Sponsoren und Crowdfunding zu finanzieren. Der Bedarf an einer solchen Halle wird aktuell durch eine Umfrage ermittelt, um herauszufinden, wie groß das Interesse in der Region tatsächlich ist.

Bouldern hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen und bietet besonders für Kinder und Jugendliche zahlreiche Vorteile. Laut einer Studie gibt es in Deutschland mittlerweile etwa 500 Kletterhallen, ein Drittel davon ist auf Bouldern spezialisiert. Diese Sportart fördert nicht nur die körperliche Betätigung, sondern auch Selbstständigkeit und informelles Lernen. Angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ist die Eröffnung einer Boulderhalle in Deutschlandsberg eine vielversprechende Entwicklung, die die lokale Bergsportkultur nachhaltig stärken könnte.