Im malerischen Eibiswald findet vom 13. bis 14. März eine spannende Veranstaltung für Jagdliebhaber und Interessierte statt: die Pflichttröphäenschau und Jagdhundevorführung. Diese zwei Tage stehen ganz im Zeichen der Jagdkultur und des Austauschs unter den Jägern. Der Höhepunkt des Events wird der Bezirksjägertag sein, zu dem Bezirksjägermeister Johann Silberschneider interessante Einblicke geben wird. Er wird über die Wildbestände im Jagdbezirk Deutschlandsberg sprechen und Themen wie Monitoring und Jagdethik ansprechen. Laut aktuellen Daten sind die Wildbestände im Bezirk zufriedenstellend, und die Abschussquote liegt über dem steirischen Durchschnitt, insbesondere bei Reh-, Rot- und Gamswild.
Ein besonderes Augenmerk wird auf das Monitoring gelegt, das die Überwachung und Analyse des Wildbestandes umfasst. Unterstützt werden diese Bemühungen durch Beobachtungen und den Einsatz von Wildkameras. Auch der Austausch mit Nachbarbezirken und Ländern, wie beispielsweise Slowenien, ist ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit. Aktuell gibt es im Bezirk keine Luchs-Vorkommen, allerdings sind Wölfe nachweislich vorhanden. Um die Wildbestände im Griff zu behalten, wurden vier neue Rissbegutachter ausgebildet, die in der Lage sind, Wild-Risse zu beurteilen.
Veranstaltungsdetails und Jägerausbildung
Die Pflicht-Trophäenschau wird an beiden Tagen zahlreiche Besucher anlocken. Am 13. März ist die Schau von 8 bis 19 Uhr geöffnet, gefolgt von einem weiteren Tag am 14. März, der von 8 bis 17 Uhr dauert. Besonders erwähnenswert ist die Jagdhundepräsentation, die am Samstag um 10 Uhr stattfinden wird und rund 50 Hunde zeigt. Der Bezirksjägertag selbst beginnt am 14. März um 14 Uhr und wird voraussichtlich etwa 300 Teilnehmer und Ehrengäste versammeln. Im Rahmen dieser Veranstaltungen werden auch die Erfolge der Jungjäger gewürdigt: Im vergangenen Jahr haben 75 Jungjägerinnen und Jungjäger die Prüfung bestanden, wobei 62 von ihnen beim ersten Versuch erfolgreich waren.
Die Jägerprüfung, die gesetzlich geregelt ist, umfasst eine Mindestausbildungsdauer von 130 Stunden sowie eine Schießausbildung. Die Prüfungsvorschriften sind in einer Jägerprüfungsordnung festgelegt, die einen klaren Ausbildungs- und Prüfungsrahmen bietet. Diese beinhaltet fünf Fachbereiche, die von Wildbiologie bis hin zu Sicherheitsbestimmungen reichen. Die Prüfung selbst besteht aus mehreren Teilen, darunter eine Waffenhandhabungsprüfung und eine schriftliche Prüfung mit Multiple-Choice-Fragen. Teilprüfungen können bei nächsten Terminen separat wiederholt werden, was den Jungjägern Flexibilität bietet.
Herausforderungen und Chancen für die Jagd
Der Umgang mit Wildtieren und deren Beständen ist nicht nur eine Frage der Jagd, sondern auch der Naturschutz. Der Bezirk Deutschlandsberg umfasst 161 Reviere und 1.850 aktive Jäger, die sich um die Renaturierung kümmern, indem sie Tümpel und Wildwiesen anlegen. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da die Trockenheit im Sommer ein Problem für das Rehwild darstellt. Die aktuellen Fallwildzahlen zeigen, dass etwa 750 Stück Rehwild im Straßenverkehr ums Leben kommen, was ebenfalls in die Überlegungen zur Wildbewirtschaftung einfließt.
Die Jägerprüfung ist nicht nur eine Voraussetzung für den Erwerb des Jagdscheins, sondern auch ein wichtiger Schritt in die verantwortungsvolle Jagd. Die Prüfungsgebühren variieren je nach Art der Prüfung und liegen für die Vollprüfung bei 375 Euro. Ein weiterer Schritt in die Zukunft der Jagd wird durch die online Anmeldung auf der Website des Landesjagdverbands erleichtert, was den Zugang zur Jagdausbildung vereinfacht. Diese Initiativen sind entscheidend, um die nächsten Generationen von Jägern gut auszubilden und die Jagd nachhaltig zu gestalten. Weitere Informationen zur Jägerprüfung sind auf der Webseite des Landesjagdverbands zu finden.
Der Bezirksjägertag und die damit verbundenen Veranstaltungen bieten nicht nur eine Plattform für den Austausch unter Jägern, sondern auch die Möglichkeit, die Bedeutung der Jagd in der heutigen Zeit zu unterstreichen. Es ist eine Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und die Faszination für die Natur und ihre Bewohner zu teilen, was gerade in einer Zeit, in der der Naturschutz immer mehr in den Fokus rückt, von großer Relevanz ist. Für weitere Informationen und einen tieferen Einblick in die Jagd in unserem Bezirk können Sie die Originalquelle besuchen.