Die Stadtgalerie Deutschlandsberg hat sich für das Jahr 2026 ein spannendes und vielfältiges Ausstellungsprogramm vorgenommen. Auf Initiative der Stadtgemeinde soll ein Leerstand in einen lebendigen Ort der Begegnung verwandelt werden. Ziel ist es, Raum für den Austausch zwischen Geschichte, Kunst und der Stadtgesellschaft zu schaffen. Peter Michelitsch hat das Ausstellungsprogramm zusammengestellt, das sich besonders auf Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zu Deutschlandsberg konzentriert. Insgesamt sind acht Ausstellungen geplant, die Malerei, Fotografie und historische Themen beleuchten.

Das Programm umfasst ein breites Spektrum an kreativen Ausdrucksformen, die sowohl lokale als auch überregionale Talente präsentieren. Die Ausstellungen werden nicht nur durch die gezeigten Werke bereichert, sondern auch durch ein Rahmenprogramm, das den Dialog und die Einbindung des Publikums fördert. Dies zeigt, wie wichtig es ist, Kunst nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv am kulturellen Leben teilzuhaben.

Das Ausstellungsprogramm 2026

Hier ein Überblick über die einzelnen Ausstellungen:

  • Susanne Wechtitsch: „Sichtwechsel“
    Vernissage: 26. Februar, 18 Uhr
    Laufzeit: bis 29. März
  • Nikolaus Labuch: „from little“
    Vernissage: 2. April, 18 Uhr
    Laufzeit: bis 10. Mai
  • Richard Kaplenig: „STELL:WERK“
    Vernissage: 21. Mai, 18 Uhr
    Laufzeit: bis 21. Juni
    Teil von „schillern“
  • Michael Sticher: „on stage“
    Vernissage: 25. Juni, 18 Uhr
    Laufzeit: bis 12. Juli
  • Karin Westreicher: „zum 60er“
    Vernissage: 13. August, bis 22. August
  • Karin Westreicher: „Auktion/die etwas andere Geburtstagsfeier“
    Am 22. August
  • Monika Rock: „Kirribilli“
    Vernissage: 27. August, bis 20. September (Teil der Reihe „LOKAL SICHTBAR“)
  • Walter Sabetzer: „Natürlich“
    Vernissage: 24. September, bis 25. Oktober
  • Gerhard Fischer: „Kindergarten und Schule“
    Vernissage: 29. Oktober, bis 20. Dezember

Die Rolle der Galerien in Deutschlandsberg

Die Stadtgalerie ist nicht die einzige Adresse für Kunst in Deutschlandsberg. Auch die Galerie im Burgmuseum Archeo Norico und private Galerien präsentieren Werke bildender Künstler:innen. Das Burgmuseum Archeo Norico befindet sich am Burgplatz 2, und bietet mit seiner Adresse und den Kontaktdaten eine wertvolle Anlaufstelle für Kunstliebhaber.

Darüber hinaus gibt es weitere Einrichtungen wie das Atelier & Galerie Eveline und das Atelierhaus K & K am Wildbachberg, die regionalen Künstler:innen Präsentationsmöglichkeiten bieten. Diese Initiativen tragen zur Belebung der Stadt und zur Förderung der lokalen Kulturszene bei, was besonders in Zeiten von Leerstand und wirtschaftlichen Herausforderungen von Bedeutung ist.

Förderung von Kunst und Kultur

Die Förderung von Kunst und Kultur in Deutschland ist in erster Linie Sache der Länder und Gemeinden. Der Bund investiert jährlich rund 2 Milliarden Euro in den Bereich Kunst und Kultur, was etwa 17% der Gesamtausgaben ausmacht. Diese Mittel kommen Projekten zugute, die von Bildender Kunst in Museen bis hin zu kultureller Bildung und internationalen Kooperationen reichen. Es gibt zahlreiche Förderarten, von denen viele direkt auf lokale Projekte abzielen.

Ein besonders aktuelles Beispiel ist das milliardenschwere Förderprogramm NEUSTART KULTUR, das während der COVID-19-Pandemie ins Leben gerufen wurde, um die Kultur zu unterstützen. Auch die Gemeinden spielen eine wichtige Rolle bei der Vergabe von Fördermitteln und tragen somit zur Verbesserung der Lebensqualität und der kulturellen Teilhabe in ihren Regionen bei.

Die Stadtgalerie Deutschlandsberg und die damit verbundenen kulturellen Initiativen zeigen, wie lebendig und vielfältig das Kunstangebot in der Region ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ausstellungen und das Rahmenprogramm im Jahr 2026 entwickeln werden und welchen Einfluss sie auf die lokale Gemeinschaft haben. Für Kunstinteressierte ist es eine Gelegenheit, nicht nur die Werke zu genießen, sondern auch aktiv am kulturellen Leben teilzuhaben.