Heute ist der 7.04.2026. Die Steiermark sieht sich einem signifikanten Bevölkerungsrückgang gegenüber, wie die „Bevölkerungsprognose 2025“ von Statistik Austria aufzeigt. Bis 2080 wird ein Rückgang von 9% der Einwohner prognostiziert. Aktuell zählt die Steiermark im Jahr 2024 etwa 1,27 Millionen Einwohner, jedoch wird bis 2040 ein Rückgang auf 1,26 Millionen (minus 0,5%) erwartet. Ein dramatischer Rückgang auf nur noch 1,14 Millionen Menschen bis 2080 steht bevor, was einem Rückgang von minus 9,9% gegenüber 2024 entspricht. Dies stellt die Steiermark in die Reihe der Bundesländer mit den stärksten Verlusten, ähnlich wie Tirol und Salzburg.

Ein weiterer Aspekt, der in dieser Prognose auffällt, ist die sich verändernde Altersstruktur. Der Anteil der jungen Bevölkerung unter 20 Jahren wird von derzeit 18% auf 16% bis 2080 sinken, während der Anteil der über 65-Jährigen von 22% auf 32% ansteigen wird. Das Durchschnittsalter der Steirerinnen und Steirer wird ebenfalls steigen, von aktuell 44,7 Jahren auf 49,5 Jahre bis 2080. Der Altenabhängigkeitsquotient, der das Verhältnis der älteren zur jüngeren Bevölkerung beschreibt, wird von 37 auf 62 steigen, was auf eine alternde Gesellschaft hinweist.

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Geburten und Sterbefälle

Im Jahr 2024 verzeichnete die Steiermark 9.938 Geburten und 13.251 Sterbefälle, was ein Defizit von 3.313 Personen ergibt. Für die Zukunft wird ein Anstieg des Geburtendefizits prognostiziert, sodass bis 2080 nur noch 8.337 Geburten 14.479 Sterbefällen gegenüberstehen. Gleichzeitig wird ein positives Wanderungssaldo erwartet: 2024 gab es einen Plus von 5.233 Menschen, und bis 2080 wird ein Plus von 3.931 Personen prognostiziert, mit 16.416 Zuwanderungen und 12.084 Abwanderungen. Es ist zu beobachten, dass der Anteil im Ausland geborener Steirerinnen und Steirer ansteigt.

Veränderungen in der Altersstruktur

Die Entwicklung der Altersstruktur in der Steiermark von 1981 bis 01.01.2025 zeigt einen markanten Rückgang des Anteils von Kindern und Jugendlichen, während der Anteil der Senioren kontinuierlich ansteigt. Im Jahr 1981 gab es 47 Senioren auf 100 Kinder und Jugendliche; bis 2025 wird dieses Verhältnis auf 123 Senioren pro 100 Kinder und Jugendliche ansteigen. In mehreren Bezirken, darunter Leoben und Bruck-Mürzzuschlag, übersteigen die Senioren bereits die Zahl der Unter-20-Jährigen. Lediglich in den Bezirken Graz ist die jüngere Bevölkerung noch zahlreich vertreten.

Die Altersstrukturindex nach Backe belegt, dass in vielen Regionen der Steiermark der Wert niedrig ist, was auf eine alternde Bevölkerung hinweist. Die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Leoben und Voitsberg weisen die ältesten Einwohner auf, während Graz-Stadt, Weiz und Graz-Umgebung die jüngsten Bevölkerungen haben. Das Durchschnittsalter in Graz-Stadt ist seit der Volkszählung 2001 nahezu konstant geblieben, was eine bemerkenswerte Stabilität in dieser Region zeigt.

Die demografischen Veränderungen in der Steiermark sind nicht nur eine Herausforderung, sondern werfen auch Fragen auf, wie die Gesellschaft mit einer immer älter werdenden Bevölkerung umgehen kann. Der kontinuierliche Anstieg des Anteils älterer Menschen erfordert Anpassungen in den Bereichen Gesundheit, Pflege und soziale Dienste. Es bleibt abzuwarten, wie die Politik und die Gesellschaft auf diese Entwicklungen reagieren werden, um den Bedürfnissen aller Generationen gerecht zu werden. Weitere Informationen über die demografische Entwicklung finden Sie in der detaillierten Analyse der Bevölkerungsprognose von Statistik Austria und der Entwicklung der Altersstruktur in der Steiermark.