Heute ist der 20.02.2026 und der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag hat mit einem winterlichen Wetterumschwung zu kämpfen. Die Straßen sind durch den plötzlichen Schneefall stark beeinträchtigt, was zu zahlreichen Problemen führt. Bereits um 9.30 Uhr verzeichnete die Feuerwehr insgesamt 25 Einsätze im Bezirk. Besonders betroffen war die B 116 (Leobener Straße), wo um 5.45 Uhr die Brucker Feuerwehren Oberaich und Picheldorf ein Auto bergen mussten, das von der Straße abgekommen war. Diese Situation führte zur Sperrung der Straße und machte die Autofahrer auf die akuten Gefahren aufmerksam.

Die Stadtfeuerwehr Bruck an der Mur war ebenfalls im Einsatz und bearbeitete mehrere Verkehrsunfälle. Im Bereich des Turbokreisverkehrs mussten zwei Pkw geborgen werden. Die Feuerwehr warnte eindringlich vor der Notwendigkeit, die Geschwindigkeit an die schwierigen Fahrbahnverhältnisse anzupassen. Bürgermeister Matthäus Bachernegg riet den Bürgern, zuhause zu bleiben und die Straßen sowie Gehwege freizumachen, um die Arbeit der Räumdienste zu unterstützen.

Schwierige Verkehrssituation

Die Situation auf den Straßen ist kritisch. Mehrere Lkw sind auf der B 116 in Richtung Kapfenberg hängengeblieben, was zu Staus führt, insbesondere im Bereich der Voestalpine auf der B 20 (Mariazeller Straße) und im Tanzenbergtunnel. Im Raum Mürzzuschlag ist die Lage etwas ruhiger, jedoch mussten die Wehren in Kindberg und Mitterdorf ebenfalls eingreifen. In Mitterdorf rutschte ein Fahrzeug mit Anhänger gegen eine Hausmauer, und ein Lkw blieb kurz vor einer Unterführung stecken.

Die Feuerwehr Mixnitz konnte ein Auto im Roßgraben bergen, während ein Lkw auf der L 104 hängengeblieben ist. Auf den Schnellstraßen ist der Verkehr deutlich langsamer, und es gab einen Unfall auf der S 35 (Brucker Schnellstraße) vor dem Knoten Bruck. Auch auf der S 6 (Semmering Schnellstraße) behindern hängengebliebene Lkw den Verkehr; die Feuerwehr Kindberg-Stadt hat hier bereits drei Lkw geborgen.

Empfehlungen für Autofahrer

In Anbetracht der winterlichen Bedingungen ist es für Autofahrer besonders wichtig, sich auf die veränderten Straßenverhältnisse einzustellen. Laut den Empfehlungen des ADAC sollten Autofahrer damit rechnen, dass Glatteis und Schnee die Fahrbahnoberfläche beeinträchtigen. Vor Fahrtantritt ist es essenziell, das Auto vollständig von Eis und Schnee zu befreien, um eine gute Sicht zu gewährleisten. Eiskratzer und Schneebesen sollten immer im Fahrzeug vorhanden sein.

Für winterliche Straßenverhältnisse sind Winter- oder Ganzjahresreifen mit einer Mindestprofiltiefe von 4 mm erforderlich. Die Geschwindigkeit muss an die Witterungsbedingungen angepasst werden, selbst wenn ein Tempolimit besteht. Auch das Halten eines ausreichenden Abstands zum Vordermann ist von großer Bedeutung. Ruckartige Lenkbewegungen sollten vermieden werden, und bei Schleudern ist es ratsam, auszukuppeln und gefühlvoll zu lenken.

Bei Sichtweiten unter 50 Metern während des Schneefalls gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Zudem müssen Schneeketten auf die Antriebsräder montiert werden, wobei die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h nicht überschreiten sollte. Das Fahren mit Automatikautos im Sportmodus sollte bei winterlichen Bedingungen unterlassen werden.

Gesamtbewertung der Situation

Die winterlichen Bedingungen im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag haben nicht nur zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt, sondern auch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und witterungsbedingten Verspätungen im Zugverkehr. Die ÖBB empfiehlt Reisenden, sich vor Reiseantritt zu informieren. Zudem gab es Einschränkungen bei der Stromversorgung in Thörl, Aflenz und Stanz. Es bleibt zu hoffen, dass die Wetterbedingungen bald besser werden und die Aufräumarbeiten effektiv voranschreiten können.