Am 16. Februar 2001 geschah in Bruck-Mürzzuschlag ein bedeutender Wandel: Das Pius-Institut der Kreuzschwestern vollzog den Schritt von einer geistlichen zu einer weltlichen Betreuungsstätte für Menschen mit Behinderungen. Dies war nicht nur eine Änderung in der Ausrichtung des Instituts, sondern auch ein Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Inklusion und Teilhabe. An diesem Tag trafen sich zudem die Bürgermeister von Leoben, Liezen und Selzthal am Leobener Bahnhof, um über die gestrichene Bahnhofsoffensive zu diskutieren. Diese Entscheidung betraf die Bahnhöfe in Bruck, Leoben und Liezen, was für die Anwohner und Pendler von großer Bedeutung war.

Doch nicht alles war ernst in der Region: Die Handballer des HC Sparkasse Stadtwerke Bruck hatten am gleichen Tag eine knappe Niederlage gegen den ATV Trofaiach zu verkraften, konnten jedoch nur zwei Tage später mit einem deutlichen Sieg von 31:22 aufwarten. Währenddessen sorgte ein anderes Ereignis für Aufsehen in Bruck: Die Stadtpolizei nahm einen beschäftigungslosen Hilfsarbeiter aus Kapfenberg fest, der gestand, über 30 Einbrüche begangen zu haben. In Kapfenberg fand zudem das erste Treffen des neuen „VEW-Parlaments“ statt, bei dem die Zukunft der Arbeitsplätze von 20.000 Arbeitnehmern auf der Agenda stand. Ein Lichtblick war die unfallfrei zu Ende gegangene vierte Wintersportwoche von Schoeller-Bleckmann Mürzzuschlag-Hönigsberg, die mit Rekordbeteiligung glänzen konnte.

Aktuelle Entwicklungen im Pius-Institut

Im Jahr 2026 hat das Pius-Institut einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung gemacht und die Werkstatt „Kunst aktiv“ im Stadtzentrum von Bruck eröffnet. Dies ist der dritte Standort des Instituts, der nach dem Café aktiv am Kirchplatz und dem Bistro aktiv im CityCenter in der Roseggerstraße folgt. Die neuen Räumlichkeiten, die zuvor der NKD-Markt beherbergte, bieten den Klientinnen und Klienten die Möglichkeit, kreativ zu arbeiten und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Geschäftsführer Karl Hall war bei der Eröffnung anwesend und zeigte sich erfreut über die Fortschritte des Instituts.

Digitale Teilhabe und Inklusion

Ein wichtiges Thema, das auch die Entwicklungen im Pius-Institut betrifft, ist die digitale Teilhabe. Diese wird zunehmend als essenzieller Bestandteil der sozialen Teilhabe betrachtet. „Teilhaben“ bedeutet, an den Infrastrukturen und Angeboten der Gesellschaft umfassend teilzunehmen, was für Menschen mit Behinderungen oft mit Hürden verbunden ist. Eine Studie von Aktion Mensch untersuchte die Herausforderungen der Digitalisierung für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Dabei stellte sich heraus, dass viele Menschen mit Beeinträchtigungen nach wie vor Schwierigkeiten haben, digitale Angebote zu nutzen.

Ab Juni 2025 sind privatwirtschaftliche Anbieter verpflichtet, ihre Online-Angebote barrierefrei zu gestalten, was einen großen Schritt in die richtige Richtung darstellt. Dennoch bleibt die Nutzung digitaler Angebote für viele Menschen mit Behinderung eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist. Es ist wichtig, dass die Gesellschaft gemeinsam an Lösungen arbeitet, um die digitale Teilhabe für alle zu gewährleisten.

Für weitere Informationen über die historischen Ereignisse in Bruck-Mürzzuschlag können Sie den Artikel auf MeinBezirk.at nachlesen. Zudem finden Sie aktuelle Entwicklungen rund um das Pius-Institut und die Werkstatt „Kunst aktiv“ auf Kleine Zeitung.