In den kommenden Jahren wird die Rattener Alm zwischen den Bezirken Bruck-Mürzzuschlag und Weiz eine bedeutende Transformation erleben. Der Windpark Steinriegel I, der zurzeit 20 Windräder beherbergt, wird ab dem Jahr 2027 abgebaut und durch den leistungsfähigeren Windpark Steinriegel III ersetzt. Dieser neue Windpark soll bis Ende 2028 in Betrieb gehen und wird die Anzahl der Windräder auf 22 erhöhen. Bereits jetzt wurde eine der zehn Anlagen von Steinriegel I demontiert. Interessanterweise betreibt Wien Energie auch den benachbarten Windpark Steinriegel II, der mit insgesamt elf Windrädern einen zusätzlichen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung in der Region leistet. Weitere Informationen zu diesem Vorhaben finden sich in einem Artikel der Kleinen Zeitung.
Der Windpark Steinriegel II, der im Mai 2014 in den Bau ging, gehört zu den höchstgelegenen Windparks Europas, etwa 1600 Meter über dem Meeresspiegel. Die erste Bauphase umfasste das Anlegen von Zuwegungen sowie den Umbau vorhandener Straßen, um einen reibungslosen Transport der Bauteile zu gewährleisten. Dazu wurde ein temporärer Umladeplatz in der Gemeinde Ratten eingerichtet, wo die Bauteile vom Straßentransport auf Selbstlader verladen wurden. Diese Bauteile mussten dann über steile und schmale Schotterstraßen zu den Windkraftanlagen transportiert werden. Zu erfahren, wie die Bauarbeiten voranschritten, kann man auf der Webseite von Ecowind nachlesen.
Der anhaltende Trend der Windenergie
Die Entwicklungen auf der Rattener Alm sind Teil eines größeren Trends, der die Windenergie weltweit zu einem der bedeutendsten Treiber der Energiewende macht. Im Jahr 2023 betrug die installierte Windenergieleistung über 1.000 Gigawatt, und allein in diesem Jahr wurden rund 117 Gigawatt neu installiert – ein neuer Höchstwert. China führt mit etwa 441 Gigawatt installierter Windenergie, während Deutschland mit rund 69 Gigawatt hinter den USA die drittgrößte installierte Leistung aufweist. Dies ist ein bedeutender Schritt, da rund 8 Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus Windkraft stammen. Dänemark sticht hierbei besonders hervor, wo der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung bei beeindruckenden 58 Prozent liegt. Weitere interessante Statistiken zur Windenergie finden Sie auf der Webseite von Statista.
Windenergieanlagen können sowohl an Land (Onshore) als auch auf See (Offshore) installiert werden. Während Offshore-Anlagen oft eine höhere Leistung erzielen, sind Onshore-Anlagen in der Regel kostengünstiger zu errichten. Die stetige Zunahme der installierten Leistung von Windenergie zeigt, wie wichtig diese Technologie für die zukünftige Energieversorgung ist. Es bleibt abzuwarten, welche Fortschritte die neuen Windkraftprojekte in der Region bringen werden und wie sie zur Erreichung der Klimaziele beitragen können.