Am Sonntagnachmittag, dem 22. Februar 2026, ereignete sich am Stuhleck, im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, ein schwerer Skiunfall. Ein 18-jähriger Skifahrer aus Tschechien verließ den organisierten Skiraum und fuhr allein ins freie Gelände. Dabei stürzte er aufgrund von Schneeverwehungen und schlechter Sicht, was zu einer schweren Oberschenkelverletzung führte. Der junge Mann lag etwa eineinhalb bis zwei Stunden im Schnee, bevor er von vorbeikommenden Skifahrern entdeckt wurde. Diese informierten um 14:00 Uhr die Rettungsleitstelle Steiermark, was zu einem umfangreichen Rettungseinsatz führte.

Die alarmierten Einsatzkräfte, darunter die Alpinpolizei Hochsteiermark und die Pistenrettung der Bergbahnen Stuhleck, machten sich sofort auf den Weg zur Unfallstelle. Aufgrund des starken Nebels konnte der Rettungshubschrauber Christophorus 3 lediglich im unteren Teil des Skigebiets landen. So musste die Bergung des Verunfallten terrestrisch durchgeführt werden, was sich als äußerst schwierig und langwierig erwies. Nach der Bergung wurde der Verletzte notärztlich versorgt und ins Krankenhaus Wiener Neustadt transportiert. Die Skifahrer, die den Notruf absetzten, waren beim Eintreffen der Einsatzkräfte leider nicht mehr vor Ort. Die Alpinpolizei Hochsteiermark sucht daher Zeugen des Vorfalls. Diese werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bruck an der Mur zu melden, telefonisch unter 059133/6200.

Unfallanalyse und Sicherheitsaspekte im Skisport

Die Unfallanalyse der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) für die Saison 2023/2024 zeigt einen alarmierenden Anstieg der Verletzungen im alpinen Skisport, besonders nach der Pandemie. Schätzungen zufolge benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrerinnen und Skifahrer medizinische Behandlung, wobei rund 7.000 von ihnen so schwer verletzt wurden, dass eine stationäre Behandlung erforderlich war. Nahezu die Hälfte dieser Verletzten musste operiert werden. Besonders häufig betroffen sind Kniegelenke, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen.

Die SIS betont, wie wichtig es ist, Sicherheit auf der Piste ernst zu nehmen. Gute Vorbereitung, wie gewartete Ski oder Snowboards, korrekt eingestellte Bindungen und geprüfte Helme, sind unerlässlich. Zudem empfiehlt es sich, vor dem Skifahren ein gezieltes Aufwärmen durchzuführen, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Die FIS-Verhaltensregeln für sicheres Verhalten im Wintersport, wie Rücksichtnahme, angepasste Geschwindigkeit und das Beachten von Zeichen, sollten von allen Skifahrern beachtet werden.

Die tragischen Ereignisse am Stuhleck verdeutlichen die Notwendigkeit, sich der Risiken im Wintersport bewusst zu sein. Eine verantwortungsvolle Herangehensweise und das Einhalten von Sicherheitsstandards können dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und die Freude am Skifahren zu erhalten. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie auch in den Berichten auf MeinBezirk und Radio Graz.