In der Steiermark tut sich endlich etwas in der Gesundheitsversorgung. Am LKH Mürzzuschlag steht ein funktionstüchtiges CT-Gerät bereit, das jedoch bisher nicht in vollem Umfang genutzt wird. Der Vertrag zwischen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), KAGES und Radiologe Johann Raith zur Nutzung des Gerätes steht kurz vor dem Abschluss, wie meinbezirk.at berichtet. Diese Einigung könnte schon bald für potenzielle Patienten einen echten Fortschritt darstellen.

Das CT-Gerät ist auf dem neuesten Stand der Technik, wird jedoch derzeit nur für stationäre Patienten verwendet. Damit bleiben wertvolle Ressourcen ungenutzt, während Patienten von weit her pendeln müssen, um die notwendigen Untersuchungen durchführen zu lassen. „Ich bedauere die ungenutzten Kapazitäten“, so Raith, der auch vermutet, dass der fehlende politische Druck in der Region zu dieser unbefriedigenden Situation beiträgt.

Grünes Licht für Vertragsabschluss

Die ÖGK hat jetzt grünes Licht für den Vertragsabschluss gegeben, der in den kommenden Tagen unterschriftsreif sein könnte. Gesundheitspolitische Konflikte, insbesondere ein finanzieller Streit über den von der Ambulanz abzuziehenden Betrag, hatten die Verhandlungen bislang blockiert. Der ärztliche Direktor des LKH Hochsteiermark, Erich Schaflinger, zeigt sich optimistisch über den Ausgang der Verhandlungen.

Die Zustimmung zu einer Nutzung des CT-Geräts außerhalb der Regeldienstzeiten durch Raith fand Unterstützung bei KAGES und der ÖGK. Dies bedeutet, dass schon bald mehr Patienten Zugang zu dieser wichtigen bildgebenden Untersuchung erhalten können, was letztlich auch die gesamte Versorgungsqualität in der Region erhöht.

Verbesserungen im Gesundheitswesen

Über die lokale Thematik hinaus gibt es auch auf nationaler Ebene interessante Entwicklungen. Eine Einigung zwischen der ÖGK und dem Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich sorgt für Verbesserungen für Patientinnen und Patienten in ganz Österreich. Nach gesundheitskasse.at werden ab dem 1. Januar 2024 einheitliche Leistungen für MRT und CT eingeführt, was die Patientenerfahrung maßgeblich verbessern wird.

  • Ergebnisse von CT- und MRT-Untersuchungen müssen nicht mehr von den Patientinnen und Patienten mitgebracht werden.
  • Die Befunde werden direkt in der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) gespeichert, sofern die Zustimmung der Patienten vorliegt.
  • Ärztinnen und Ärzte können ohne Verzögerung auf die Befunde zugreifen, was die Behandlung effizienter gestaltet.
  • Honorare und Leistungskatalog für CT und MRT werden österreichweit vereinheitlicht.

Diese Veränderungen zeigen, dass die Gesundheitsversorgung in Österreich aktiv digitalisiert und verbessert wird, was letztlich allen Versicherten zugutekommt.

Zusammenfassend zeigt sich, dass sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene Fortschritte erzielt werden, um die medizinische Versorgung effizienter und patientenfreundlicher zu gestalten. Umso wichtiger ist es, dass alle Beteiligten die Veränderungen aktiv unterstützen und bereit sind, in die Gesundheit der Bevölkerung zu investieren.