Am 8. Februar 2026 fand in Bruck-Mürzzuschlag eine wichtige Arbeitskonferenz des Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes (ÖAAB) statt. Helmut Krivec, der Bezirksobmann des ÖAAB, hatte zu diesem Treffen eingeladen. Unter den Teilnehmern befanden sich das ÖAAB-Kernteam sowie die Ehrengäste, darunter Cornelia Izzo, Landtagsabgeordnete und ÖVP-Bezirksobfrau. Ziel der Konferenz war es, einen Jahresplan zur Neustrukturierung des ÖVP-Arbeitnehmerbundes im Bezirk zu erarbeiten.
Ein zentrales Anliegen der Besprechung war die Aktualisierung der Ortsgruppen und die gezielte Verjüngung der Funktionsebene. Um die neuen Impulse in der Führung zu reflektieren, wurde Brigitte Hörmann zur geschäftsführenden Bezirksobfrau ernannt. Auch Franz Reithofer wird im Führungsteam aktiv sein, wo er die Rolle des ÖVP-Bezirksgeschäftsführers einnimmt. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt werden. Weitere Informationen zu dieser Konferenz sind auf der Website der ÖVP Bruck-Mürzzuschlag zu finden unter https://bruck-muerzzuschlag.stvp.at/2026/01/28/oeaab-jahresauftakt/.
Der ÖAAB im Kontext der österreichischen Politik
Der Österreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund, kurz ÖAAB, ist die Arbeitnehmer-Organisation der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Interessanterweise sind alle Mitglieder des ÖAAB zugleich Mitglieder der ÖVP, was auf die bündische Struktur der Partei zurückzuführen ist. Mit über 153.770 Mitgliedern im Jahr 2016 zählt der ÖAAB zu den größten Gruppierungen innerhalb der ÖVP, gleich nach dem Seniorenbund. Dennoch ist der ÖAAB, trotz seiner Mitgliederzahl, in Führungspositionen unterrepräsentiert.
Der ÖAAB wurde am 14. April 1945 in Wien gegründet und war ein Resultat der Entwicklungen im Untergrund während des Zweiten Weltkrieges. Die erste politische Besprechung nach dem Krieg fand im Keller des ersten Bundesobmanns Lois Weinberger statt. Der ÖAAB hat sich seit seiner Gründung zu einer wichtigen Stimme in der Arbeitnehmervertretung entwickelt und ist eng mit der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) verbunden, die Teil des Österreichischen Gewerkschaftsbunds ist. Bei Betriebsratswahlen treten oft gemeinsame Listen von ÖAAB und FCG an, um die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.
Das erste Grundsatzprogramm des ÖAAB, das Wiener Programm, wurde 1946 beschlossen und forderte unter anderem die berufliche und wirtschaftliche Selbstverwaltung. Der ÖAAB ist nicht nur ein wichtiges politisches Instrument, sondern auch ein zentraler Akteur innerhalb der christlichen Arbeiterbewegung in Österreich. Aktuell wird der ÖAAB von August Wöginger geleitet, der seit 2016 als Obmann fungiert und die Organisation in die Zukunft führt. Für weitere Details über die Geschichte und die Rolle des ÖAAB in der österreichischen Politik können Sie die umfassende Wikipedia-Seite besuchen.