In St. Marein, im malerischen Mürztal, wurde am Aschermittwoch ein neues Pflegewohnheim der Althea-Gruppe feierlich eröffnet. Mit einer Investitionssumme von rund 14 Millionen Euro wird das Gebäude am Max Schörkmayer-Weg nicht nur die Lebensqualität vieler älterer Menschen verbessern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Pflegeinfrastruktur leisten. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner werden bereits am 2. März in ihr neues Zuhause einziehen.

Das neue Pflegeheim ist ein bedeutender Schritt in der Betreuung älterer Menschen in der Region. Heimleiter Martin Kohlhauser und Pflegedirektorin Gudrun Klöckl werden gemeinsam mit über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine hochwertige Pflege anbieten. Das Heim ist so konzipiert, dass es im Endausbau 84 Betten umfasst, verteilt auf das Erdgeschoss mit 17 Betten, den ersten Stock mit 32 Betten und den zweiten Stock mit weiteren 35 Betten.

Ein modernes Konzept für die Pflege

Die Althea-Gruppe, die insgesamt 25 Pflegewohnheime in Österreich betreibt, davon 12 in der Steiermark, hat mit diesem Neubau einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der symbolische Schlüssel wurde von Auris Immo Solutions übergeben, und Pfarrer Herbert Kernstock segnete die neuen Räumlichkeiten, was der Eröffnung eine besonders feierliche Note verlieh. Die Planungen für das Pflegeheim begannen bereits im Januar 2024, der Bau startete dann im Oktober 2024.

Das Pflegeheim liegt günstig im Ortszentrum, in der Nähe einer Shell-Tankstelle und eines Spar-Marktes, was die Erreichbarkeit für Angehörige und Besucher erleichtert. Aktuell wird noch Personal für die Vollausbaustufe gesucht, was zeigt, dass die Althea-Gruppe bestrebt ist, ein kompetentes und engagiertes Team aufzubauen.

Pflegebedarf in Österreich im Wandel

Die Eröffnung dieses neuen Pflegeheims kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Anzahl der durch professionelle Pflege betreuten Personen in Österreich voraussichtlich bis 2050 auf über 650.000 ansteigen könnte. Dies wird nicht nur eine Herausforderung für die Infrastruktur, sondern auch für die Finanzierung der Pflege darstellen. Die Kosten für die Pflege könnten auf bis zu 13,9 Milliarden Euro jährlich steigen, während die aktuellen Einnahmen der Betreuungs- und Pflegedienste in Österreich bei knapp zwei Milliarden Euro jährlich liegen. Der Großteil dieser Einnahmen entfällt auf stationäre Dienste, die fast 1,7 Milliarden Euro ausmachen.

Insgesamt leben derzeit etwa 95.000 Personen in stationären Einrichtungen, und über 155.000 Menschen werden durch mobile Dienste betreut. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig der Bau neuer Pflegeeinrichtungen ist, um den steigenden Bedarf an qualitativ hochwertiger Pflege zu decken.

Das neue Pflegeheim in St. Marein ist somit nicht nur ein Zeichen für die positive Entwicklung in der Pflegeversorgung, sondern auch ein wichtiger Baustein in der regionalen Gesundheitsstruktur, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen muss. Weitere Informationen finden Sie in der ausführlichen Berichterstattung auf Mein Bezirk und in der Kleinen Zeitung.