In vielen Regionen Österreichs stehen die Ortskerne vor einer großen Herausforderung: leerstehende Geschäftslokale. Diese Problematik betrifft auch die Obersteiermark Ost, wo die Initiative „GründerRaum“ des Regionalmanagements ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser Initiative ist es, Leerstände in Chancen zu verwandeln und damit nicht nur die Ortskerne zu beleben, sondern auch die regionale Gründerszene zu fördern. Durch die Verbindung von Immobilienbesitzern, die auf der Suche nach nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten sind, und jungen Gründern, die bezahlbare Räumlichkeiten benötigen, wird ein wichtiger Schritt zur Belebung der Region unternommen. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Das Regionalmanagement bietet Investitionszuschüsse für die Sanierung und Adaptierung leerstehender Objekte an. Eigentümer verpflichten sich, ihre Räumlichkeiten für zehn Jahre zu reduzierten Mieten an Start-ups oder junge Betriebe zu vergeben. Diese Maßnahme fördert nicht nur die Ansiedlung neuer Unternehmen, sondern auch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Stärkung der lokalen Wirtschaft. Das Projekt „GründerRaum“ bündelt verschiedene Förderungen und schafft eine einheitliche Struktur für alle Beteiligten, was besonders wichtig ist, um die Dynamik in der regionalen „Gründerszene“ weiter zu steigern.

Vorzeigeprojekte und Inspiration

Eine Fachexkursion aus dem Pongau besuchte die Obersteiermark, um Inspiration für eigene Projekte zu sammeln. Im Rahmen dieser Exkursion wurden vier Vorzeige-Projekte vorgestellt, die unterschiedliche Ansätze zur Belebung der Ortskerne veranschaulichen:

  • Aflenz: Die „Mountain Gallery“ zeigt, wie Kunst und Kultur zur Ortskernbelebung beitragen können.
  • Kapfenberg: Eine moderne Arztpraxis am Koloman-Wallisch-Platz fungiert als Anker für die Stadtzentren.
  • Wald am Schoberpass: Das Projekt „Gschäft in Woid“ mit dem „Alpencafé“ sichert die Nahversorgung und schafft soziale Treffpunkte.
  • Bruck an der Mur: Das Feinkostrestaurant „Da Maurizio“ steigert die urbane Lebensqualität.

Diese Projekte verdeutlichen, wie wichtig die Sanierung und kreative Neunutzung von leerstehenden Flächen ist, um die Attraktivität der Gemeinden zu erhöhen. In den letzten Jahren hat sich die Notwendigkeit von Investitionen zur zeitgemäßen Neunutzung dieser Flächen zunehmend verstärkt. Weitere Details zu den Herausforderungen und Lösungen finden Sie hier.

Ein regionales Netzwerk

Die Region Obersteiermark Ost kombiniert industrielle Stärke, vertreten durch Leitbetriebe, die Montanuniversität Leoben und die FH Joanneum, mit der unberührten Natur des Erzbergs und des Mariazellerlandes. Das Regionalmanagement agiert als Drehscheibe zwischen 35 Gemeinden, dem Land Steiermark und der Wirtschaft. Neben dem „GründerRaum“ sind auch Zuzugsmanagement, die Standortkampagne „Obersteierstark“ und Angebote für die Jugend zentrale Schwerpunkte des Regionalmanagements.

Die Initiative „GründerRaum“ ist somit nicht nur eine Antwort auf die Herausforderung des Leerstands, sondern auch ein bedeutender Schritt zur Förderung einer lebendigen und dynamischen Unternehmerszene in der Obersteiermark Ost. Die Kombination aus kreativen Ansätzen, finanziellen Anreizen und der Zusammenarbeit aller Beteiligten könnte der Schlüssel sein, um die Region zukunftssicher zu gestalten und ihre Lebensqualität nachhaltig zu steigern.