Heute ist der 27.02.2026 und im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag in Österreich haben sich gleich zwei Forstunfälle in kurzer Zeit ereignet. Der erste Vorfall ereignete sich in Neuberg an der Mürz, wo ein Rumäne schwer verletzt wurde. Ein Hubschrauber musste für den Einsatz angefordert werden, um den Verletzten schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen.
Der zweite Unfall fand im Rettengraben bei Kapfenberg statt, wo ein 62-Jähriger verletzt wurde. Tragischerweise lag der Mann in einem schwer zugänglichen Bereich, was die Rettungsmaßnahmen zusätzlich erschwerte. Die Ursache für den Unfall war, dass ein Baum den Mann beim Umschneiden touchierte, woraufhin er mehrere Meter einen Hang hinunterstürzte. Dabei zog er sich Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule und am Bein zu. Die Alarmierung erfolgte durch den Notarzt, das Rote Kreuz und die Polizei, während die Bergrettungsorte Kapfenberg und Bruck an der Mur mit insgesamt elf Bergrettern vor Ort waren. Um den Verletzten zu bergen, wurde eine Gebirgstrage mit Rädern verwendet, um die schwierigen 150 Meter steiles, unwegsames Gelände zu überwinden. Der Transport des Mannes ins LKH Obersteiermark war somit sichergestellt. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in der Kleinen Zeitung.
Unfallstatistik und Bergrettung
Die Vorfälle in der Steiermark sind Teil eines besorgniserregenden Trends in den Alpen. In der Hochsaison gibt es täglich neue Unfallmeldungen, die von der Bergrettung bearbeitet werden müssen. Besonders alarmierend ist die drastisch gestiegene Anzahl der Unfälle in dieser Saison. Im Sommer 2025 verloren mehr als doppelt so viele Menschen ihr Leben in den Tiroler Alpen im Vergleich zum Vorjahr. Ein Beispiel für die Gefahren sind Unfälle wie der eines Mannes, der am Säuling starb, weil er sein Klettersteigset falsch verwendete, oder der tragische Sturz eines Solo-Bergsteigers am Matterhorn.
Die Bergrettung ist im Dauereinsatz und muss immer wieder hilfsbedürftige Personen vom Berg holen, die oft schlecht vorbereitet oder über ihre Fähigkeiten hinausgehen. Viele dieser Unfälle geschehen, weil Wanderer im Hochsommer von winterlichen Bedingungen überrascht werden. Ein Gespräch mit Tiroler Bergrettern und Notfallmedizinern, wie Markus Isser, zeigt, dass es wichtig ist, das Bewusstsein für Sicherheitsmaßnahmen in den Bergen zu schärfen und Notlagen zu vermeiden. Weitere Informationen zu den Hintergründen und den Herausforderungen für die Bergrettung finden Sie in der Süddeutschen Zeitung.
Einordnung der Situation
Die Ereignisse in Bruck-Mürzzuschlag und die allgemeine Zunahme von Unfällen in den Alpen verdeutlichen die Notwendigkeit einer erhöhten Sensibilisierung für die Gefahren in den Bergen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Wanderer und Bergsteiger gut informiert und vorbereitet sind, um Unfälle zu vermeiden. Die ehrenamtlichen Helfer der Bergrettung leisten hervorragende Arbeit, jedoch sollte jeder Einzelne Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen und sich der Risiken bewusst sein. In einer Zeit, in der Outdoor-Aktivitäten boomen, ist es wichtiger denn je, sich auf die Herausforderungen der Natur einzustellen, um sicher und unbeschadet zurückzukehren.