Am Mittwochabend ereigneten sich in der Steiermark gleich zwei schwere Verkehrsunfälle, die erneut das Risiko auf den Straßen ins Licht rücken. In einer der tragischen Unfälle, der sich in Dörfl, Marktgemeinde Riegersburg, ereignete, krachte ein Pkw aus bislang ungeklärter Ursache in eine Baumreihe. Der 30-jährige rumänische Lenker und sein 51-jähriger Beifahrer, die beide nicht angeschnallt waren, mussten von der Feuerwehr aus dem stark beschädigten Fahrzeug befreit werden. Der 30-Jährige wurde ins LKH Oststeiermark und der Beifahrer mit „Christophorus 16“ ins LKH Graz geflogen, wo sie nun medizinisch behandelt werden.

Im weiteren Verlauf des Abends gab es einen zweiten Unfall im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: Eine 60-jährige Motorradfahrerin wurde beim Überholen eines Autos schwer verletzt. Der 55-jährige kroatische Fahrer des betreffenden Fahrzeugs bog in dem Moment nach links in eine Hauseinfahrt ab. Auch diese Motorradfahrerin wurde von „Christophorus 17“ in das LKH Leoben transportiert.

Steiermark im Unfallgeschehen

Die aktuellen Vorfälle sind Teil einer alarmierenden Statistik: Im Jahr 2023 verzeichnete die Steiermark insgesamt 5.220 Unfälle mit Personenschaden. Dies ist ein Anstieg von 155 Unfällen im Vergleich zum Vorjahr, was einem Plus von 3,1% entspricht. Auch die Zahl der Verkehrstoten stieg auf 81, was einer Zunahme von 15,7% im Vergleich zu 2022 darstellt. Die Zahl der schwer verletzten Personen betrug im letzten Jahr 1.261, was ebenfalls einen Anstieg von 8,4% zu verzeichnen hat. Diese traurigen Zahlen zeigen einen traurigen Trend: Mit 6.656 verunglückten Personen, darunter Tote und Verletzte, ist die Entwicklung nicht zu übersehen.Krone berichtet, dass dies der höchste Wert an Verkehrstoten seit 2014 ist.

Die Langzeitbetrachtung bringt jedoch auch Positives: Das Risiko, auf den steirischen Straßen tödlich zu verunfallen, ist insgesamt gesunken. Das zeigt, dass Präventionsmaßnahmen, wie sie von den zuständigen Stellen ergriffen wurden, zumindest in einer langfristigen Perspektive Erfolge zeigen. Die ständige Erfassung von Unfällen mit Personenschaden durch die Polizei, die täglich relevante Daten an Statistik Austria übermittelt, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Statistik Austria sorgt so für die Grundlage der Unfallforschung und -prävention, was sowohl für die Aufklärung als auch für Verständigung und Analysemöglichkeiten erforderlich ist.

Abschließend bleibt festzuhalten: Sicherheitsmaßnahmen im Verkehr sind weiterhin von höchster Priorität. Angesichts der steigenden Unfallzahlen und der schweren Personenschäden sollte jeder Einzelne über sein Fahrverhalten nachdenken. Nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die Sicherheit anderer im Straßenverkehr hängt oft von einer einzigen Entscheidung ab.