In der Region Bruck-Mürzzuschlag hat sich in den letzten Jahren einiges getan, und die demografischen Entwicklungen werfen einen Schatten auf die Zukunft. So verzeichnete Mürzzuschlag im vorigen Jahr einen Abgang von 156 Personen. Diese Zahlen sind symptomatisch für den Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, der einer der wenigen Bezirke in Österreich ist, der in den letzten 24 Jahren mehr als 10% seiner Bevölkerung verloren hat. Die Bevölkerung im Bezirk sank von 107.548 (Januar 2002) auf 96.309 (1. Januar 2026), was eine deutliche Abnahme darstellt. Auch die Obersteiermark insgesamt zeigt eine besorgniserregende Schrumpfungsentwicklung (Kleine Zeitung).

Der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, der am 1. Januar 2013 durch die Zusammenlegung der Bezirke Mürzzuschlag und Bruck an der Mur entstand, hat heute rund 98.000 Einwohner. Mit einer Fläche von 2.155 Quadratkilometern gehört er flächenmäßig zu den viertgrößten Bezirken in Österreich. Fast 77% der Bezirksfläche sind bewaldet, was einer Gesamtwaldfläche von ca. 166.500 Hektar entspricht. Die Altersstruktur zeigt, dass etwa 53.000 Personen zwischen 15 und 60 Jahren alt sind, während 33.000 Personen 60 Jahre und älter sind. Die demografischen Veränderungen sind hierbei nicht zu übersehen: Im Jahr 2022 gab es 680 Geburten, aber auch 1.300 Todesfälle, was die Herausforderungen für die Region deutlich macht (Mein Bezirk).

Bevölkerung und Arbeitsmarkt

Die Bevölkerungsstruktur des Bezirks zeigt, dass von den etwa 98.000 Einwohnern rund 86.000 Inländer und 12.000 Ausländer sind. Die Mehrheit der Bevölkerung ist im erwerbsfähigen Alter, was für die Wirtschaft der Region von Bedeutung ist. Es gibt insgesamt 7.400 Arbeitsstätten mit 44.000 Beschäftigten, wobei 61% der Arbeitskräfte im Dienstleistungssektor tätig sind. Die Arbeitslosigkeit lag im Jahr 2022 bei durchschnittlich 2.200 Personen, mit einem leichten Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern (1.000 Frauen und 1.200 Männer).

Die Bildungslandschaft des Bezirks ist mit 67 Schulen und rund 11.000 Schülerinnen und Schülern gut aufgestellt. Hierzu zählen unter anderem 35 Volksschulen und 13 Mittelschulen. Diese Bildungsinstitutionen spielen eine entscheidende Rolle für die zukünftige Entwicklung der Region, da sie zur Ausbildung junger Menschen beitragen, die später in den Arbeitsmarkt eintreten werden.

Prognosen und Zukunftsausblick

Die demografische Entwicklung ist jedoch nicht nur eine lokale Angelegenheit. Laut den Bevölkerungsprognosen für Österreich, die seit 2022 mit dem Mikrosimulationsmodell STATSIM erstellt werden, gibt es verschiedene Szenarien, die Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen abbilden (Statistik Austria). Diese Szenarien berücksichtigen unterschiedliche Annahmen zu Fertilität, Mortalität und Migration, was für die Planung und Entwicklung der Region von großer Bedeutung ist.

Die Herausforderungen des Bevölkerungsrückgangs und der demografischen Veränderungen erfordern kreative Lösungsansätze und Maßnahmen. Die Frage bleibt, wie die Region Bruck-Mürzzuschlag es schaffen kann, den Abwanderungstrend umzukehren und neue Impulse für Wachstum und Stabilität zu setzen.