In der malerischen Stadt Bruck an der Mur, gelegen in der Steiermark, steht die Minoritenkirche vor einer dringend benötigten Sanierung ihres Daches. Mit einer Fläche von 1.100 Quadratmetern ist das Dach nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch eine Quelle der Sorge. Das Dach ist undicht, Regenwasser dringt ein und gefährdet damit die wertvollen Fresken und Deckenmalereien. Die letzte umfassende Sanierung fand bereits vor 300 Jahren statt, und seither hat das Wetter seine Spuren hinterlassen. Teile der Blechkonstruktion sind bei Stürmen auf die Straße gefallen, was die Dringlichkeit der Arbeiten unterstreicht.
Die Finanzierung der Sanierung ist gesichert, und die Genehmigung durch das Bundesdenkmalamt wurde bereits erteilt. Die Gesamtkosten für die Dachsanierung belaufen sich auf rund 340.000 Euro, die durch Bedarfszuweisungsmittel, Revitalisierungsförderung und ein zinsloses Darlehen der Diözese gedeckt werden. Zudem wurden durch eine Bier-Bausteinaktion bereits rund 8.000 Euro an zusätzlichen Spenden gesammelt. Die Bierbrauerei „Miaztoi-Bräu“ unterstützt das Projekt, indem sie ein spezielles Märzenbier mit eigens gestalteten Etiketten zur Verfügung stellt.
Feierlichkeiten zum Josefitag
Ein besonderes Ereignis steht bevor: Am 19. März wird der Josefitag mit einem Kirtag am Minoritenplatz gefeiert, an dem verschiedene regionale Gruppen und Aktivitäten für Kinder teilnehmen. Der Festakt beginnt um 17.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Minoritenkirche, und um 18 Uhr wird ein weiterer Gottesdienst gefeiert, um den Spendern zu danken und für den Verlauf der Sanierung zu bitten. An diesem Tag wird auch symbolisch ein Dachziegel verlegt, was die Bedeutung des Projekts unterstreicht.
Die Sanierungsarbeiten starten am 23. März und sollen bis Mai abgeschlossen sein. Dabei werden das Ziegelmaterial abgeräumt, die Dachlatten erneuert und spezielle Biber Rundziegel verlegt. Auch neue Dachrinnen und eine angepasste Dachwasserableitung werden installiert. Ein großer Kran wird am Minoritenplatz aufgestellt, um die Arbeiten zu erleichtern. Während der gesamten Umbauzeit finden alle Gottesdienste weiterhin uneingeschränkt statt, sodass die Gemeinde ihren gewohnten Rhythmus beibehalten kann.
Unterstützung durch das Bundesdenkmalamt
Das Bundesdenkmalamt spielt eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung solcher Restaurierungsprojekte. Es gewährt Förderungen für Arbeiten an denkmalgeschützten Objekten, die individuell geprüft werden. Die Höhe der Fördermittel hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Arbeiten und die wirtschaftliche Situation der Denkmaleigentümer:innen. Spenden an das Bundesdenkmalamt sind nicht nur eine Möglichkeit, die Restaurierung zu unterstützen, sondern auch steuerlich absetzbar. Die Minoritenkirche kann sich also auf eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung und von Institutionen freuen, was zeigt, wie wichtig der Erhalt solcher kulturellen Schätze für die Gemeinschaft ist.
Für weitere Informationen und um an diesem bedeutenden Projekt teilzunehmen, können Interessierte die Webseite des Bundesdenkmalamts besuchen, wo auch Spendenaktionen und der Sanierungsscheck zu finden sind. Die Community in Bruck an der Mur zeigt sich engagiert und motiviert, um die Minoritenkirche in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.
Für mehr Details zur Sanierung und den Feierlichkeiten zum Josefitag, besuchen Sie auch die Artikel auf MeinBezirk und Heute.





