Am Abend des 6. Februar 2026 brach in einem Wirtschaftsgebäude eines Bauernhofs in Kapfenberg, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, ein Brand aus. Der Alarm ging um 18:49 Uhr ein, und die Einsatzkräfte rückten kurz vor 19 Uhr aus, um gegen die Flammen zu kämpfen. Das Feuer war im Erdgeschoss eines Stallzubaus festgestellt worden und hatte beim Eintreffen der Feuerwehr bereits teilweise das Gebäude erfasst.
Die Anfahrt zum Einsatzort gestaltete sich als herausfordernd, da das Gebäude nur über einen matschigen Forstweg zu erreichen war, der nur mit Schneeketten befahren werden konnte. Zudem gab es in den ersten Einsatzphasen eine eingeschränkte Wasserversorgung, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte. Die Feuerwehr musste eine Zubringleitung aufbauen, um genügend Wasser zur Verfügung zu haben.
Schwerer Einsatz für die Feuerwehr
Besonders dramatisch war der Vorfall, als das Feuerwehrfahrzeug der Feuerwehr Kapfenberg-Hafendorf von der Fahrbahn abkam, gegen einen Baum prallte und auf die Seite kippte. Glücklicherweise waren fünf Einsatzkräfte im Fahrzeug, die sich selbstständig retten konnten und unverletzt blieben. Ingesamt waren rund 90 Feuerwehrleute und 20 Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz, unterstützt von der Polizei, dem Rettungsdienst und dem Roten Kreuz.
Die Brandbekämpfung zog sich über etwa vier Stunden hin, wobei die vollständige Löschung des Feuers kurz vor 23 Uhr gelang. Während des Einsatzes kamen auch weitere Feuerwehren, wie die Göritz-Pogier und St. Marein im Mürztal, zur Unterstützung hinzu. Trotz des Verdachts auf Tiere im Stall befanden sich zum Zeitpunkt des Brands keine Tiere im Gebäude, und sowohl Menschen als auch Tiere blieben unverletzt. Der Sachschaden ist bisher unbekannt, und die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Ein Blick auf die Brandstatistik
Wie in einem solchen Fall nicht unüblich, werfen solche Vorfälle auch einen Blick auf die allgemeine Brandgefahr in Deutschland. Die vfdb-Brandschadenstatistik zeigt, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände sind. Die Statistik, die über 5.000 Einsätze erfasst hat, bietet wertvolle Einblicke, um fundierte Entscheidungen im Brandschutz zu treffen.
Besonders in der Nacht, zwischen 23 Uhr und 4 Uhr, treten häufigere und schwerwiegendere Brandvorfälle auf, trotz einer geringeren Anzahl an Bränden. Diese Informationen sind entscheidend, um die Risiken zu verstehen und geeignete Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Die Herausforderungen im Holzbau, wie eine fortgeschrittene Brandausbreitung, verdeutlichen die Notwendigkeit, das Thema Brandschutz kontinuierlich zu erforschen und zu verbessern.
Der Brand in Kapfenberg ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern ein weiterer Weckruf für alle, sich mit dem Thema Brandschutz auseinanderzusetzen und die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Die Feuerwehr hat in dieser Nacht wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ihre Arbeit ist und wie schnell sie in Notsituationen reagieren kann.