Die Salinen Austria AG, ein traditionsreiches Unternehmen mit über 400 Jahren Geschichte in Ebensee, steht vor einem spannenden Wendepunkt. Mit der ersten Frau in der Position der Vorständin für Produktion und Technik, Ariane Herzog, wird frischer Wind in die Salzproduktion gebracht. Unter ihrer Leitung produziert die Salinen Austria AG täglich etwa 3.500 Tonnen Salz und hat das Monopol auf die Solegewinnung in Bad Ischl, Hallstatt und Altaussee. Ein beachtlicher Umsatz von rund 224,7 Millionen Euro im Wirtschaftsjahr 2025 spiegelt die bedeutende Rolle wider, die Salz in der Region spielt. Die Salzproduktion umfasst dabei nicht nur Industrie- und Speisesalz, sondern auch Pharmasalze, die in der Medizin Verwendung finden.

Herzog, die zuvor bei K+S, einem großen deutschen Bergbauunternehmen, tätig war und einen Hintergrund in Geoingenieurwesen und Rohstofftechnik hat, setzt auf Teamarbeit und Kommunikation. Sie plant, die Salzproduktion um 100.000 Tonnen jährlich zu steigern und investiert bis 2030 insgesamt 200 Millionen Euro in die Verbesserung der Energieinfrastruktur sowie die Produktion von Salztabletten. Die neueste Investition, die Trocknerhalle, wird die Effizienz weiter steigern.

Investitionen für die Zukunft

Die Salinen Gruppe investiert in den kommenden fünf Jahren insgesamt 200 Millionen Euro in die Salzproduktion im Salzkammergut. Ziel ist es, die jährliche Salzproduktion auf 1,3 Millionen Tonnen zu steigern, was einer Erhöhung um über 10% entspricht. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verdopplung der Kapazitäten im Bereich Tablettensalz, das vor allem für Wasseraufbereitungsanlagen in Deutschland, Italien und Osteuropa benötigt wird. Mit einer Exportquote von knapp 60% der Produktion wird die internationale Marktpräsenz weiter ausgebaut.

Das Unternehmen profitiert zudem von der Diskussion um Mikroplastik im Meersalz, da ihr Siedesalz als das reinste Salz gilt. Innovationen wie das vor zwei Jahren eingeführte „Nudelsalz“ und die neuartigen Salzgewürze „Easy Spices“ erfreuen sich großer Beliebtheit und tragen zur Umsatzsteigerung bei. Der Anteil des „Kleinverpackten“ beträgt bis zu 2,5 Prozent der Produktion, was bis zu 8 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Tourismus und neue Entwicklungen

Ein weiterer spannender Aspekt ist der geplante Ausbau im Tourismussektor. Die Salinen Austria AG plant den Bau einer neuen Standseilbahn in Hallstatt, die 2026 eröffnet werden soll. Diese neue Bahn wird die Kapazität verdoppeln und Besucher zu dem ältesten Salzbergwerk der Welt bringen. Während die bestehende Bahn bis Ende August 2025 in Betrieb bleibt, stehen den Touristen auch die Salzwelten Hallein und Altaussee als Alternativen zur Verfügung.

Die Geologie des Salzbergs bietet für die nächsten 100 Jahre ausreichende Reserven, auch wenn die geologischen Bedingungen komplexer werden. Über 120 Bergleute sind in den Salzbergwerken im Salzkammergut und in Hallein bei Salzburg aktiv und fördern jährlich mehr als vier Millionen Kubikmeter Sole. Diese engagierten Fachkräfte sind auch darauf vorbereitet, die Herausforderungen zu meistern, die die geologischen Veränderungen mit sich bringen können.

Insgesamt zeigt sich, dass die Salinen Austria AG mit einer klaren Vision in die Zukunft blickt, die sowohl Innovationen in der Salzproduktion als auch Investitionen im Tourismussektor umfasst. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Qualität immer wichtiger werden, positioniert sich das Unternehmen als Vorreiter in der Salzbranche. Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln von Forbes, Wirtschafts Nachrichten und Tips.