In Pruggern, einem kleinen Ort in der Steiermark, haben Elisabeth und Christoph Hutegger das ehemalige Kaufhaus Aigner revitalisiert. Ihr neues Geschäft, das am 4. März 2026 eröffnet wurde, bietet eine reizvolle Auswahl an Uhren, Schmuck und selbst geröstetem Kaffee. Die Huteggers haben sich mit ihren beiden Firmen in der Region niedergelassen und setzen damit ein Zeichen für die Wiederbelebung lokaler Handelsstrukturen.

Die Waidzeit GmbH & Co KG, unter der Leitung von Christoph Hutegger, hat ihren Sitz in Pruggern 50, 8965 Michaelerberg-Pruggern. Das Unternehmen ist Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich und des Österreichischen Handelsverbandes. Mit einer breiten Produktpalette und einem Fokus auf Qualität sind die Huteggers bestrebt, ihren Kunden ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Interessierte können das Unternehmen telefonisch unter 0043 676 94 08 209 oder per E-Mail an info@waidzeit.at erreichen. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.waidzeit.at zu finden.

Revitalisierung als Trend

Die Revitalisierung ehemaliger Kaufhäuser ist nicht nur in Pruggern ein Thema, sondern auch ein übergeordnetes Phänomen, das in vielen Städten, insbesondere in Deutschland, zu beobachten ist. Ehemalige Galeria- und Karstadt-Standorte erleben eine Umnutzung, die die Attraktivität zentraler Lagen steigert und dem Leerstand entgegenwirkt. Laut einer Analyse von BNP Paribas Real Estate entfällt fast jeder fünfte neu vermietete Quadratmeter in Innenstadtlagen auf ein ehemaliges Galeria-Objekt. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, innovative Nutzungskonzepte zu entwickeln, um die Vielfalt im Einzelhandel zu fördern.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden rund 363.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche vermittelt, was etwa fünf Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt. Umgenutzte Warenhäuser machen dabei fast 20 Prozent des Gesamtvolumens aus, und die Branche setzt zunehmend auf kleinteilige Vermietungskonzepte. Ein Beispiel für diese kreative Umnutzung ist das ehemalige Karstadt-Gebäude an der Karl-Marx-Straße in Berlin-Neukölln, das 2025 als „Kalle Neukölln“ genutzt wird.

Nachhaltigkeit in der Innenstadt

Diese Umnutzungen sind nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch ein Zeichen für einen nachhaltigen Wandel im Einzelhandel. Eigentümer und Investoren achten zunehmend auf langfristige Mietverhältnisse und Kooperationen mit verschiedenen Nutzern. Dabei spielen Anbieter aus Freizeit- und Sportsegmenten eine wichtige Rolle, da sie 43 Prozent des Flächenumsatzes in ehemaligen Galeria-Objekten ausmachen.

Für die Huteggers und ihr neues Geschäft in Pruggern zeigt sich, wie lokale Initiativen zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen können. Die Revitalisierung des ehemaligen Kaufhauses Aigner ist nicht nur ein wirtschaftlicher Schritt, sondern auch ein kultureller, der das soziale Leben in der Region bereichert. Wenn solche Projekte erfolgreich sind, können sie als Vorbild für andere Gemeinden dienen, die ähnliche Herausforderungen bewältigen möchten.