In den steirischen Alpen tut sich was – und zwar im besten Sinne! Bad Mitterndorf, Bad Aussee und Altaussee wurden erneut mit dem Steirischen Loipen- und Pistengütesiegel ausgezeichnet. Diese Ehrung bekräftigt die hervorragende Qualität der dortigen Winterangebote. Doch nicht nur der Schnee ist ein Grund zur Freude, auch die Mountainbike-Szene boomt in der Region. Rund 200 Kilometer freigegebener Forststraßen laden Sportbegeisterte zu Abenteuern auf zwei Rädern ein.
Die Auswahl an Mountainbikes könnte vielfältiger nicht sein: Egal ob klassisches Hardtail oder modernes Carbon Race Bike, hier findet jeder das passende Gefährt. Ob mit Aluminium- oder Carbonrahmen, 27.5″ oder 29″ Laufrädern, die modernen Bikes bestechen durch Schnelligkeit und Effizienz. Die Zielgruppen sind ebenso bunt gemischt: Cross Country Enthusiasten, Trail Liebhaber, Enduro Fans und Downhiller – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zudem können die Bikes, einschließlich E-Bikes von Goisern BikeWorld, zur Probefahrt bereitgestellt werden.
Die wachsende Mountainbike-Kultur
Mountainbiken hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten in Österreich entwickelt. Im Ministerrat vom April 2024 wurde ein Beschluss zur Entwicklung einer österreichischen Mountainbikestrategie gefasst, um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden. 2022 wurden in Österreich rund 500.000 Fahrräder verkauft, darunter 212.000 Mountainbikes, von denen die Hälfte elektrisch unterstützt ist. Die Mountainbikestrategie wird dabei von der MTB-Koordination Österreich koordiniert und soll nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch neue Potenziale für die Wirtschaft und die Regionen schaffen. Ein wichtiges Ziel ist es, auch Gemeinden außerhalb touristischer Zentren zur Entwicklung neuer Mountainbike-Strecken zu motivieren. Der Großteil der Mountainbiker lebt ohnehin im urbanen Raum, wohingegen das Angebot häufig in touristischen Regionen konzentriert ist.
Ein Grundsatz für das Mountainbiken auf Wanderwegen ist die individuelle Beurteilung der Beschaffenheit und die Zustimmung der Grundeigentümer. Hier können Konflikte entstehen, da der Alpenverein keine generelle Öffnung von Wanderwegen anstrebt. Peter Kapelari, der Leiter der Abteilung Hütten und Wege beim Österreichischen Alpenverein, betont dabei die Notwendigkeit von vertraglichen Regelungen für die Ausweitung von Singletrails, die gezielt für den Radsport angelegt werden. Die Entwicklung hin zu Downhill-Strecken ist ein weiteres Zeichen, dass sich die Bedürfnisse und Vorlieben der Biker ändern. Für viele Radfahrer werden Forstwege zunehmend als weniger spannend empfunden, weshalb die Infrastruktur angepasst werden sollte.
Ein Blick in die Zukunft
Ein wichtiger Aspekt der Mountainbikestrategie ist nicht nur die Schaffung neuer Strecken, sondern auch der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur. Die Erweiterung des Angebots zur Naherholung muss unter Berücksichtigung von Grund- und Eigentumsrechten sowie dem Schutz der Umwelt erfolgen. Diese Balance gilt es zu finden, um künftigen Generationen die Freude am Mountainbiken im Einklang mit der Natur zu ermöglichen. Das nächste Vernetzungstreffen, bei dem wichtige Fragen wie Zeitplan und Finanzierung geklärt werden sollen, findet im Mai im Rahmen der IMBA Europe Tagung statt und wird entscheidend für die weitere Ausgestaltung dieser Strategie sein. Das Potenzial für eine nachhaltige Mountainbike-Kultur in Österreich ist bereits jetzt erkennbar – man könnte sagen, das Rad beginnt sich ordentlich zu drehen!
Ob bei sonnenscheindurchfluteten Trails oder auf frisch präparierten Pisten, für die Radfahrer und Wintersportler in Bad Mitterndorf, Bad Aussee und Altaussee gibt es keinen Grund zur Klage. Die Region behauptet sich nicht nur im Winter, sondern bietet auch im Sommer aufregende Möglichkeiten für alle Sportbegeisterten. Schauen Sie vorbei und genießen Sie die Vielfalt!
Weitere Informationen finden Sie in den Artikeln von arf.at, bergwelten.com und bmluk.gv.at.