Die Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen steht vor einer spannenden Phase der Transformation. Das LKH Rottenmann wird umfassend modernisiert, ohne den laufenden Betrieb stark zu stören. Kages-Vorstände Gerhard Stark und Ulf Drabek haben die neue Pflegedirektorin Daniela Jamnig vorgestellt, die seit Jahresbeginn im Amt ist. Eine Beschäftigungsgarantie für die Landesbediensteten in der Kages sorgt zusätzlich für Stabilität in dieser Zeit des Wandels. Der Umbau ist für die Kages keineswegs neu – bereits in Graz und Feldbach wurden ähnliche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt.
Die Planungen umfassen, dass sämtliche Ambulanzen ins Erdgeschoss verlegt werden sollen, was den Zugang für die Patienten erheblich erleichtert. Diese Modernisierung des LKH Rottenmann wird voraussichtlich zwischen 12 und 16 Jahren in Anspruch nehmen. Trotz der längeren Dauer ist das Ziel klar: Die Qualität der Gesundheitsversorgung soll durch diese Maßnahmen erheblich gesteigert werden.
Fokus auf die Zukunft der Gesundheitsversorgung
Im Jahr 2024 wird die Zukunft der Krankenhäuser und die Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen weiterhin im Mittelpunkt stehen. Ein geplanter Bau des Leitspitals in Stainach-Pürgg sollte bis zur Landtagswahl im Herbst 2024 vollzogen sein. In Rottenmann wird ebenfalls eine umfassende Modernisierung der bestehenden Einrichtungen angestrebt. Besonders erwähnenswert ist die geplante Spezialisierung in Bad Aussee, die auf die Versorgung älterer Menschen abzielt. Eine achtköpfige Expertenkommission hat bereits ein Alternativkonzept zum Leitspital vorgestellt, welches im Juni 2025 präsentiert werden soll.
Die FPÖ setzt sich für den Erhalt aller drei Krankenhausstandorte ein und fordert zudem einen Ausbau in Rottenmann. Im Geschäftsbericht der KAGes wird diese Thematik zwar nicht explizit behandelt, jedoch wurden 2024 bereits an der zukünftigen Ausrichtung gearbeitet. Ein Strategie-Meeting im Juli 2024 brachte Führungskräfte und Experten zusammen, um die Patientenversorgung und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Effizienzsteigerung durch Lean Management
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Optimierung ist die Einführung von „Lean Management“ im LKH Rottenmann-Bad Aussee. Diese Methode zielt darauf ab, Prozesse zu harmonisieren und die Effizienz zu steigern. Erste Erfolge, wie die Verbesserung auf der internistischen Bettenabteilung, sind bereits sichtbar geworden. Auch die Einführung einer elektronischen Fieberkurve im Frühjahr 2024 gilt als bedeutender Fortschritt in Richtung Digitalisierung.
Die Gesundheitsversorgung hat in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung erfahren. Der öffentliche Vortrag „Brustkrebs und Vorsorge“ im Oktober 2024 diente der Sensibilisierung für wichtige Gesundheitsthemen. Im Jahr zuvor wurden im LKH Rottenmann-Bad Aussee insgesamt 38.211 ambulante und 8.072 stationäre Patienten behandelt. Betriebsdirektorin Adelheid Stiendl und Pflegedirektorin Silvia Zolda betonen die Fortschritte in Prozessverbesserungen und der Pflegequalität.
Ein Vorbild für die Zukunft
Das LKH-Univ. Klinikum Graz, als Teil der Steiermärkischen Krankenanstalten (KAGes), hat sich über die Jahre als Vorreiter für nachhaltige Transformation im Gesundheitswesen etabliert. Mit über 22.000 Beschäftigten steht es vor der Herausforderung, der wachsenden Nachfrage und dem steigenden Versorgungsdruck gerecht zu werden. Der langfristige Veränderungsprozess, der 2014 mit der Einführung von Lean Management begann, hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen. Durch verschiedene Maßnahmen und Instrumente konnte die Effizienz gesteigert und die Patientenversorgung verbessert werden.
Insgesamt zeigt sich, dass die Modernisierungen und Maßnahmen im LKH Rottenmann und den umliegenden Einrichtungen nicht nur der aktuellen Situation Rechnung tragen, sondern auch zukunftsorientiert sind. Die Gesundheitsversorgung in der Region wird somit für die kommenden Jahre entscheidend gestärkt.