Am Dienstagmittag, dem 17. Februar 2026, kam es in der Lawinengalerie Untergrimming zu einem bemerkenswerten Vorfall, der auf die Gefahren winterlicher Straßenverhältnisse hinweist. Laut Berichten von Kleine Zeitung löste eine Lawine vom Grimming gegen 12.30 Uhr aus, was dazu führte, dass mehrere Fahrzeuge in einen Auffahrunfall verwickelt wurden. Die Ampel im Tunnel schaltete auf Rot, was das Chaos nur noch verstärkte. Glücklicherweise blieb es bei Sachschäden, und es gab weder Verletzte noch Eingeklemmte.

Die Feuerwehr war schnell zur Stelle: Der Alarmplan wurde aktiviert, und vier Feuerwehren (Unterburg, Pürgg, Öblarn und Stainach) sowie die Polizei und das Rote Kreuz wurden alarmiert. Die Feuerwehr Stainach hatte an diesem Tag bereits einen zweiten Einsatz, während die anderen Einheiten auf Anfahrt storniert wurden. Die Feuerwehr Unterburg übernahm die Aufräumarbeiten und sorgte dafür, dass die Straße schnell wieder befahrbar war. Starker Schneefall hatte jedoch auch in Bad Aussee für Verkehrsprobleme gesorgt. Ein Autofahrer, der versuchte, die Marktleite ohne Schneeketten zu befahren, erlitt einen Unfall, der mit einem Totalschaden an seinem Fahrzeug endete. Die Einsatzkräfte bargen das Fahrzeug und reinigten die Unfallstelle, bevor die Straße von der Gemeinde gesperrt wurde.

Vergangenheit und Lehren aus dem Unglück

Die Lawinengalerie Untergrimming hat eine tragische Vorgeschichte, die zeigt, wie gefährlich diese Region bei schlechten Wetterbedingungen sein kann. Am 15. September 2025 ereignete sich dort ein tödlicher Verkehrsunfall, bei dem ein PKW frontal mit einer Steinschlichtung kollidierte. Der Fahrer wurde eingeklemmt und erlag trotz schneller Rettungsmaßnahmen seinen Verletzungen. Während der Rettungsarbeiten kam es zu einem weiteren schweren Unfall mit zwei PKWs, bei dem insgesamt sieben Insassen, darunter fünf Kinder, verletzt wurden. Die Feuerwehr Stainach verlegte Kräfte zur zweiten Unfallstelle, während die Feuerwehr Unterburg an der ersten blieb. Die Unfallursachen und die Gefahr von Sekundärunfällen sind nicht zu unterschätzen, wie dieser Vorfall eindrucksvoll verdeutlicht.

Fahren im Winter: Sicherheit geht vor

Die winterlichen Straßenverhältnisse erfordern von Autofahrern besondere Aufmerksamkeit. Dunkle, kurvige Landstraßen ohne Fahrbahnmarkierung können bei Schneefall und versteckten Eisschichten zu einem hohen Unfallrisiko führen. Laut DGUV sollten Fahrer die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf schneebedeckten Straßen unbedingt im Auge behalten. Bei Sichtweiten unter 50 Metern gilt eine Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h. Selbst erfahrene Autofahrer schätzen die Risiken oft falsch ein, was zu gefährlichen Situationen führen kann.

Ein gutes Reifenprofil ist unerlässlich, und es ist gesetzlich vorgeschrieben, Winter- oder Ganzjahresreifen mit ausreichender Profiltiefe zu nutzen. Fahrsicherheitstrainings sind eine hervorragende Möglichkeit, sich auf die Herausforderungen winterlicher Straßenverhältnisse vorzubereiten. Teilnehmer haben die Gelegenheit, in ihrem eigenen Fahrzeug Fahrbahnen unter winterlichen Bedingungen zu testen und Lenk- sowie Bremsmanöver in Extremsituationen zu üben. Unternehmen können zudem durch regelmäßige Beleuchtungs- oder Reifenchecks zur Verkehrssicherheit ihrer Mitarbeiter beitragen.

Die Ereignisse in der Lawinengalerie Untergrimming und die damit verbundenen Unfälle sind ein eindringlicher Hinweis auf die Notwendigkeit, sich den Herausforderungen des winterlichen Verkehrs bewusst zu werden und verantwortungsbewusst zu handeln.