Heute ist der 20.02.2026 und die Gesundheitsversorgung im Ausseerland steht im Fokus. Am 19. Februar fand im Rathaus Bad Aussee ein wichtiges Treffen statt, bei dem Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, FPÖ-Klubobmann Marco Triller, der Bürgermeister des Ausseerlands sowie Vertreter des Forums Pro LKH Bad Aussee zusammenkamen. Ziel des Treffens war die Sicherstellung einer guten und sicheren Gesundheitsversorgung in der Region. In den Gesprächen wurde insbesondere die Zukunft des Notarztstützpunktes Bad Aussee thematisiert, der gesichert ist, sowie die Notarztstützpunkte in der Steiermark, die auch außerhalb von Spitalsstandorten verfügbar sein werden.

Ein zentrales Anliegen ist die Nachtflugtauglichkeit der Notarzthubschrauber, die in der Steiermark bereits gegeben ist. Das Krankenhaus Bad Aussee wird weiterhin rund um die Uhr geöffnet bleiben, sodass eine Ersteinschätzung und Behandlung vor Ort durch Ärzte gewährleistet ist. Besondere Sicherheit für die Mitarbeiter wurde ebenfalls angesprochen: Es sind keine Kündigungen im Krankenhaus Bad Aussee geplant und persönliche Gespräche zur Entwicklung der Mitarbeiter sind vorgesehen. Zudem wird das ambulante Versorgungsangebot im Krankenhaus Bad Aussee erweitert, was den Patienten zugutekommt.

Zukunftsperspektiven und neue Strukturen

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Planung einer neuen Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/R). Hierbei sind Anpassungen der Räumlichkeiten notwendig, um den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Auch die bestehenden CT-Geräte und Labore werden weiterhin in Betrieb bleiben. Besonders hervorzuheben ist der Altersdurchschnitt der Patienten in der Inneren Medizin, der bei etwa 80 Jahren liegt. Die Absiedelung der Chirurgie soll nach Inkrafttreten des Vertrags mit Oberösterreich erfolgen, wobei die Gespräche mit Oberösterreich und Salzburg konstruktiv verlaufen. Der frühestmögliche Zeitpunkt für die Absiedelung ist der 1. April 2026.

„Die Akut- und Notfallversorgung ist gesichert“, erklärte Karlheinz Kornhäusl. „Vertrauen in die Versorgungssicherheit soll zurückgewonnen werden.“ Auch Marco Triller betonte, dass der Standort Bad Aussee ein umfassendes Leistungsangebot bietet und die Akutgeriatrie das Leistungsspektrum der Inneren Medizin abdeckt. Die Bürgermeister der Region äußerten den Wunsch nach Klarheit über die Versorgung der Bevölkerung in Akut- und Notfällen. Herbert Angerer vom Forum Pro LKH Bad Aussee wies darauf hin, dass über 90 Prozent der bisherigen internistischen Fälle in der AG/R behandelt werden können und Unterstützung für ein chirurgisches Alternativmodell zugesagt wurde.

Akutgeriatrie und Remobilisation in der Steiermark

Die geplante Akutgeriatrie und Remobilisation wird sich durch spezielle Funktions- und Therapieräume sowie einen Therapiegarten auszeichnen. Die Station verfügt über 24 Betten und ist einzigartig in der Steiermark, da sie in einem Krankenhaus mit Dialysemöglichkeiten integriert ist. Patienten, die nach schweren Erkrankungen oder operativen Eingriffen mobilisiert werden müssen, können hier gezielt betreut werden. Ziel der Remobilisation ist es, die Patienten in ihr bisher geführtes Leben zu reintegrieren.

Die Betreuung erfolgt durch ein engagiertes Gesundheits- und Krankenpflegerteam sowie ein multidisziplinäres Team, das Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Psychologie und Diätologie umfasst. Die Zuweisung der Patienten erfolgt durch umliegende Krankenhäuser, ÄrztInnen des Hauses oder Hausärzte, wobei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten bei 21 Tagen liegt. Dieses besondere Angebot für Dialysepatienten wird die medizinische Versorgung im Ausseerland erheblich verbessern [Quelle].

Die Entwicklungen im Ausseerland sind nicht nur für die Region von Bedeutung, sondern stellen auch einen wichtigen Schritt in der Gesundheitsversorgung in der Steiermark dar. Die Sicherstellung einer umfassenden medizinischen Versorgung ist besonders in ländlichen Gebieten entscheidend, um den Bedürfnissen einer alternden Bevölkerung gerecht zu werden und die Lebensqualität vor Ort zu sichern [Quelle].