Am Donnerstagabend, dem 19. Februar 2026, fand im Rathaus Bad Aussee ein wichtiges Treffen statt, bei dem unter anderem der ÖVP-Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, FPÖ-Klubobmann Marco Triller sowie die Bürgermeister Thomas Schönauer und Herbert Hansmann, zusammen mit Herbert Angerer, dem Sprecher des Forums Pro LKH Bad Aussee, zusammenkamen. In einer konstruktiven Atmosphäre wurde das Vertrauen in die Gesundheitsversorgung im Ausseerland thematisiert.
Das Hauptziel des Treffens war es, die Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten. Besonders erfreulich für die Anwesenden war die Bestätigung, dass keine Mitarbeiter im Krankenhaus Bad Aussee gekündigt werden. Stattdessen werden persönliche Gespräche zur beruflichen Zukunft angeboten. Auch die Notarztstützpunkte bleiben gesichert, was für die Notfallversorgung von großer Bedeutung ist. Das Krankenhaus wird weiterhin rund um die Uhr geöffnet sein und ersteinschätzende Behandlungen anbieten.
Entwicklung der Gesundheitsversorgung
Ein zentrales Thema war die zukünftige Entwicklung der Chirurgie im Ausseerland. Diese wird erst nach Inkrafttreten des Kooperationsvertrags mit Oberösterreich (Klinikum Bad Ischl) nach Rottenmann verlegt. Die Einigung soll im ersten Halbjahr 2026 erfolgen, mit dem frühestmöglichen Datum für die Absiedelung am 1. April 2026. Die Vorarbeiten für den Aufbau einer neuen Akutgeriatrie und Remobilisation in Bad Aussee sind bereits in vollem Gange. Hierbei wird das Leistungsspektrum auf die Bedürfnisse von Patienten ab 65 Jahren ausgerichtet, was in Anbetracht des Altersdurchschnitts von 80 Jahren in der Inneren Medizin besonders wichtig ist.
Das CT-Gerät und das Labor werden im Krankenhaus Bad Aussee in Betrieb bleiben, und es wird ein erweitertes ambulantes Versorgungsangebot geplant. Herbert Angerer betonte, dass mehr als 90 Prozent der bisherigen internistischen Fälle im neuen Department behandelt werden können. Auch die Unterstützung von Landesrat Kornhäusl für die Entwicklung eines chirurgischen Alternativmodells wurde zugesichert.
Die Rolle des Österreichischen Strukturplans Gesundheit
Die Sicherstellung einer guten Gesundheitsversorgung ist eine entscheidende öffentliche Aufgabe in Österreich, die durch den Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) unterstützt wird. Dieser Rahmenplan wird von Bund, Ländern und Sozialversicherungsträgern gemeinsam verabschiedet und zielt darauf ab, österreichweit gleiche Versorgungsstandards zu erreichen. Der ÖSG enthält Planungsaussagen für ambulante und akutstationäre Versorgung, Rehabilitation sowie für medizinisch-technische Großgeräte.
Mit den regelmäßig aktualisierten Strukturplänen wird darauf reagiert, dass die Gesundheitsversorgung den sich wandelnden Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen kann. Die letzte umfassende Aktualisierung des ÖSG fand am 15. Dezember 2023 statt und bezieht sich auf Planungen bis 2030. Diese Planung ist nicht nur für die Region, sondern für ganz Österreich von großer Bedeutung, um eine ausgewogene und gut erreichbare Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Hierbei wird auch die Notwendigkeit betont, hoch spezialisierte Leistungen an gut ausgebauten Spitalsstandorten zu bündeln, was auch für das Ausseerland von Relevanz ist.
Für die Bürger im Ausseerland ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Gesundheitsversorgung auch in Zukunft gesichert bleibt. Die Gespräche zwischen den Verantwortlichen zeigen, dass man gemeinsam an Lösungen arbeitet, um die beste Versorgung für die Bevölkerung zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie in den detaillierten Berichten unter Krone und ARF, sowie zum Österreichischen Strukturplan Gesundheit unter Sozialministerium.