Heute ist der 7.03.2026, und in der Steiermark wird ein bedeutender Schritt in der Gesundheitspolitik vollzogen. Am Montag hat die steirische Landesregierung den Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG-St) bis 2030 vorgestellt. Dieser Plan ist nicht nur ein strategisches Dokument, sondern auch eine Antwort auf die Herausforderungen, die das Gesundheitssystem in den letzten Jahren geprägt haben. Landesrat Karlheinz Kornhäusl von der ÖVP spricht von „überlebensnotwendigen Veränderungen“ im Gesundheitssystem, was die Dringlichkeit der Reformen unterstreicht. Die Pläne sollen sicherstellen, dass alle Standorte erhalten bleiben, während gleichzeitig eine Anpassung der Angebote vorgenommen wird.
Besonders im Bezirk Liezen wird es einige Änderungen geben. Das geplante Leitspital wird nicht umgesetzt, aber der Standort Rottenmann wird ausgebaut und erhält neue Abteilungen für Orthopädie und Traumatologie. Zudem sind im „Spitalsnetz Liezen“ die Standorte Rottenmann, Bad Aussee und Schladming vorgesehen. Bad Aussee wird sich zu einem Zentrum für ältere Menschen entwickeln, mit einem Departement für Akutgeriatrie und Remobilisation. Im Gegensatz dazu wird in Schladming ein Hebammenzentrum errichtet, während Gynäkologie, Geburtshilfe und Chirurgie aufgegeben werden. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, der bis 2030 mindestens 40 Gesundheitszentren, zwei neue multiprofessionelle Facharztzentren und ein Schmerzzentrum vorsieht.
Ambulante Versorgung und grenzübergreifende Zusammenarbeit
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform ist die Sicherstellung der ambulanten Versorgung für Kinder und Jugendliche durch „Kindergesundheit Liezen“. Dies zeigt das Bestreben, die Gesundheitsversorgung für alle Altersgruppen zu optimieren. Zudem wurde eine grenzübergreifende Zusammenarbeit mit Oberösterreich und Salzburg vereinbart, um die Ressourcen effizient zu nutzen und die medizinische Versorgung zu verbessern.
Die Opposition in der Steiermark hat jedoch Bedenken geäußert. Die KPÖ, SPÖ, Grüne und Neos kritisieren den Plan und warnen vor Personalmangel sowie unkonkreten Kooperationen. Sie bezeichnen die Reform als unzureichend und als einen Versuch, ein „kaputtgespartes System“ zu beschönigen. In der Tat ist es wichtig, dass die Reform nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch in der praktischen Umsetzung funktioniert.
Ein Rahmen für die Gesundheitsreform
Die RSG-Reform ist Teil einer größeren Gesundheitsreform in Österreich, die darauf abzielt, eine hochwertige medizinische Versorgung sicherzustellen und die Probleme im Gesundheitssystem anzugehen. Diese Reform wird als die größte Strukturreform seit Jahrzehnten angesehen und wird im Rahmen des Finanzausgleichs verhandelt. Der Bund stellt bis 2028 jährlich über 2 Milliarden Euro für Gesundheit und Pflege bereit, was insgesamt 14 Milliarden Euro für die nächsten Jahre ausmacht.
Wichtige Kernpunkte der Gesundheitsreform sind die Stärkung des niedergelassenen Bereichs, Strukturreformen in Spitälern und der Ausbau digitaler Angebote. Diese Reformen sind dringend notwendig, um den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gerecht zu werden, die mehr Gesundheits- und Pflegeleistungen benötigt. Zudem ist die Schaffung zusätzlicher Kassenstellen und die Verbesserung der Patientenversorgung ein zentrales Ziel.
Insgesamt zeigt sich, dass die geplanten Veränderungen in der steirischen Gesundheitslandschaft sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie der RSG in die Praxis umgesetzt wird und ob er tatsächlich zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Steiermark beiträgt. Für weiterführende Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständigen Details auf Krone.at und Kucera.news nachlesen.