Am 23. Februar 2026 kam es zu einem schweren Lawinenabgang auf der Schmittenhöhe in Zell am See, Österreich. Der Alarm wurde um 17:20 Uhr ausgelöst, als die Pistenrettung die Lawine entdeckte. Das Schneebrett, das abseits der gesicherten Pisten abgerutscht war, maß beeindruckende 60 Meter in der Breite und 100 Meter in der Länge. Es hatte sich auf etwa 1.613 Meter Seehöhe gelöst, nahe der Talstation der Bereiteckbahn. In der Folge wurde ein umfassender Rettungseinsatz eingeleitet, an dem über 80 Rettungskräfte von der Bergrettung Zell am See, Kaprun, Feuerwehr Saalfelden und der Alpinpolizei beteiligt waren.

Die Einsatzkräfte suchten bis spät in die Nacht nach möglichen Verschütteten, wobei der Lawinenkegel mit LVS-Geräten, einem Recco-Ortungssystem und durch den Einsatz von vier Hundeführern abgesucht wurde. Es gab anfänglich keine Informationen über mögliche Verschüttete, was die Suche zusätzlich erschwerte. Der Einsatz wurde durch drei Hubschrauber unterstützt: den Polizeihubschrauber Libelle, den Notarzthubschrauber Alpin Heli 6 und einen Helikopter der Firma Wucher, der für Transportaufgaben zuständig war. Um 21 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: Es waren keine Personen verschüttet.

Ursache und Appell an Wintersportler

Die Vermutung steht im Raum, dass ein:e Variantenfahrer:in das Schneebrett ausgelöst haben könnte, ohne den Abgang zu melden. Bernd Tritscher, der Bezirksleiter der Bergrettung Pinzgau, appelliert eindringlich an alle Wintersportler, solche Vorfälle über den Notruf 140 oder direkt bei den Bergbahnen zu melden. Die aktuelle Lawinengefahr in Salzburg ist hoch, was auf die turbulenten Wetterbedingungen zurückzuführen ist, die die Region derzeit belasten.

Die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Zell am See war ebenfalls von großer Bedeutung, da sie nicht nur Mannschaftstransporte übernahm, sondern auch für die Beleuchtung am Berg sorgte. Insgesamt waren 15 Einsatzkräfte der Bergrettung Zell am See, 12 aus Kaprun, 14 aus Saalfelden, 4 Hundeführer, 19 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Zell am See und 5 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Saalfelden im Einsatz.

Einordnung der Lawinensituation

Lawinen stellen in den Alpen ein ständiges Risiko für Wintersportler dar, insbesondere in Zeiten von unvorhersehbaren Wetterbedingungen. Wie in einem Artikel auf Spiegel.de beschrieben, ist die Kombination von Schneefall, Wind und Temperaturwechsel entscheidend für die Stabilität der Schneedecke. Die Vorfälle in Zell am See zeigen, wie wichtig es ist, das Risiko zu erkennen und verantwortungsbewusst zu handeln. Jeder Wintersportler sollte sich über die Risiken im Klaren sein und stets die aktuellen Lawinenwarnungen beachten.

Weitere Informationen zu den Gefahren von Lawinen in den Alpen können Sie ebenfalls auf Spiegel.de nachlesen.