Am 11. Februar 2026 erreichten uns besorgniserregende Nachrichten aus Zell am See. Michael Preetz, der ehemalige Geschäftsführer von Hertha BSC und aktuell beim MSV Duisburg tätig, hat sich bei einem Skiunfall in Saalbach-Hinterglemm schwer verletzt. Während einer Abfahrt auf einer vereisten Piste stürzte der 58-Jährige und zog sich dabei drei Rippenbrüche zu, wobei eine seiner Rippen sogar seine Lunge durchbohrte. Glücklicherweise wurde er sofort mit dem Notarzt ins Tauernklinikum in Zell am See gebracht, wo ein Lungenkollaps diagnostiziert wurde und ein Lungenflügel aufgrund des Sturzes komplett zusammenfiel.
Am vergangenen Freitag unterzog sich Preetz einem medizinischen Eingriff, bei dem ein Schlauch eingeführt wurde, um Luft zwischen der Lunge und der Brustwand abzusaugen. Trotz seiner langjährigen Erfahrung als Skifahrer beschreibt Preetz den Sturz als heftig und leidet nun unter starken Schmerzen, vor allem beim Husten und Lachen. Um seine Genesung zu fördern, wurde ihm ein achtwöchiges Sportverbot auferlegt, und er muss Atemübungen machen.
Einblick in die Situation
Preetz hat bereits Erinnerungen an einen ähnlichen Vorfall, als Davie Selke, ein Spieler von Hertha BSC, im Jahr 2018 ebenfalls einen Lungenkollaps erlitt. Während er sich im Krankenhaus befindet, verfolgt Preetz dennoch das Geschehen auf dem Fußballplatz und schaute sich den 4:2-Sieg seines MSV Duisburg gegen Verl über sein iPad an. Dies wird von ihm und den Ärzten als positiv für seine Genesung angesehen. Der Mannschaftsarzt des MSV Duisburg, Dr. Peter Kaup, plant, Preetz mit einem Krankentransport nach Berlin zu bringen.
Leider wird Preetz aufgrund seines Unfalls die Verleihung seines Ehrentitels zum „Bürger des Jahres 2026“ verpassen, doch er hat bereits angekündigt, einen Videogruß zu senden, während Duisburgs Marketingleiter Christian Koke den Preis entgegennimmt.
Aktuelle Skisaison und Unfallstatistik
Der Unfall von Preetz ist nicht der einzige Vorfall in dieser Saison. Laut aktuellen Statistiken zur Sicherheit im Skisport hat die Anzahl der verletzten Skifahrerinnen in der Saison 2023/2024 zugenommen. Schätzungen zufolge verletzen sich zwischen 46.000 und 48.000 Skifahrerinnen jährlich, was im Vergleich zur Basis-Saison 1979/80 einen Rückgang um 52 Prozent darstellt. Dennoch ist das Risiko für stationäre Behandlungen stabil bei 1,73 pro 1.000 Skifahrerinnen, was hochgerechnet etwa 7.200 bis 7.300 stationäre Behandlungen ergibt.
In dieser Saison zeigt sich zudem ein Anstieg bei Knieverletzungen, von 2,70 auf 3,01 pro 1.000 Skifahrerinnen. Auch das Risiko für Kollisionsunfälle ist gestiegen, was auf einen fortlaufenden Aufwärtstrend bei diesen Verletzungen hinweist. Der Anteil an Kollisionsverletzungen beträgt mittlerweile 21 Prozent aller Skiverletzungen. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, auch beim Skifahren auf Sicherheit zu achten und vorsichtig zu sein.