In einem spannenden Schritt zur Förderung des Naturbewusstseins plant der Dachverband der österreichischen Nationalparks ein Öffentlichkeitsprojekt, das junge Menschen gezielt ansprechen soll. Unter dem Titel „DINA: Digitale Naturabenteuer“ wird das Projekt entwickelt, um das Interesse an Natur- und Umweltschutz zu wecken. Dies ist besonders wichtig, denn die Ergebnisse einer Umfrage aus Januar 2026 zeigen, dass unter 30-Jährigen ein gewisser Aufholbedarf besteht, wenn es um Wissen und Besuche in Nationalparks geht. So gaben 58 Prozent der Befragten an, dass der Nationalpark Hohe Tauern der bekannteste Nationalpark sei, gefolgt von den Kalkalpen und den Donau-Auen. Diese Umfrage wurde von über 1.100 Österreicherinnen und Österreichern durchgeführt und dient als Grundlage für die Entwicklung gezielter Öffentlichkeitsmaßnahmen, deren Effektivität messbar gemacht werden soll (Quelle).
Salzburger Landesrat Maximilian Aigner hebt hervor, dass die Nationalparks als bedeutende Naturschutzgebiete wahrgenommen werden. Dennoch ist anzumerken, dass viele junge Menschen häufig nur einen einzelnen Besuch in einem Nationalpark hatten und wenig Detailwissen besitzen. Besonders bemerkenswert ist, dass die Informationsbeschaffung vor einem Besuch oft über die Website des jeweiligen Nationalparks erfolgt. 35 Prozent der Befragten nutzen diese Quelle, während 25 Prozent sich direkt im Nationalpark informieren und 24 Prozent auf ihr soziales Umfeld zurückgreifen. Jüngere Menschen hingegen nutzen überdurchschnittlich häufig Social Media, YouTube oder Podcasts, um sich über die Nationalparks zu informieren (Quelle).
Die Vielfalt der Nationalparks in Österreich
Österreich hat insgesamt sechs Nationalparks, die international als Schutzgebiete anerkannt sind und die Landschaften von wilder Schönheit sowie Artenreichtum bewahren. Diese Parks sind nicht nur Rückzugsorte für viele bedrohte Arten, sondern auch Orte der Erholung, Bildung und Forschung. Besonders wichtig ist, dass mindestens 75 % der Fläche eines Nationalparks wirtschaftlich ungenutzt bleiben müssen, um den Naturschutz und den Arterhalt zu gewährleisten (Quelle).
- Nationalpark Kalkalpen: Schützt die größte Waldwildnis Österreichs mit verborgenen Schluchten und unberührten Bergbächen.
- Nationalpark Donau-Auen: Bewahrt die letzte große Flussauenlandschaft Mitteleuropas und bietet Lebensräume für seltene Arten.
- Nationalpark Thayatal: Eine der artenreichsten Tallandschaften Europas, Lebensraum für die Europäische Wildkatze.
- Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel: Schützt einen Grenzraum mit hoher Artenvielfalt und ist ein wichtiger Brut- und Rastplatz für viele Vogelarten.
- Nationalpark Gesäuse: Geprägt von der Enns und den Kalkbergen, bietet eine hohe Artenvielfalt an Pflanzen, Insekten und Spinnentieren.
- Hochgebirgs-Nationalpark: Das älteste und größte Schutzgebiet Österreichs mit 342 Gletschern und einem Wildnisgebiet.
Diese Nationalparks sind nicht nur Rückzugsorte für die Natur, sondern auch Forschungslaboratorien, die naturbezogenes Wissen fördern. Projekte wie Langzeit-Monitoring und Bildungsprojekte zum Klimaschutz sind essenziell, um das Bewusstsein für die wichtigen Themen des Naturschutzes zu schärfen.