In der schönen Stadt Salzburg wird derzeit eine spannende Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiterin im Forschungs- und Lehrbetrieb am Fachbereich Erziehungswissenschaft ausgeschrieben. Diese Position ist Teil der Forschung zur empirischen Schul- und Unterrichtsforschung. Der/die zukünftige Mitarbeiterin wird die Möglichkeit haben, eigene Forschungsprojekte zu entwickeln und in der Lehre aktiv zu werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der quantitativen Erforschung von Motivation und Emotionen von Schülerinnen auf Sekundarstufenniveau.

Die Stelle ist befristet, wird aber nach Erreichen des Qualifizierungsziels unbefristet, sodass die Aussicht auf eine assoziierte Professur gegeben ist. Zu den Aufgaben zählen nicht nur die Erfüllung individueller Qualifizierungsziele, sondern auch die eigenständige Lehre mit vier Semesterwochenstunden, die später auf acht Stunden ansteigt. Darüber hinaus wird eine Mitarbeit in der Lehr- und Forschungsorganisation des Lehramtstudiums erwartet.

Voraussetzungen und Gehalt

Um für diese Position in Betracht gezogen zu werden, ist ein Doktorat (PhD) in Erziehungswissenschaft oder verwandten Fächern erforderlich. Die Bewerberinnen sollten bereits eine teilweise publizierte Dissertationsschrift vorweisen können und nachgewiesene Forschungs- sowie Lehrerfahrung im Bereich der Motivation und Emotion von Schülerinnen besitzen. Kenntnisse in quantitativer Datenanalyse sind ebenso notwendig wie eine aktive Publikationstätigkeit in internationalen peer-reviewten Journals. Die Beherrschung der deutschen und englischen Sprache auf hohem Niveau wird ebenfalls vorausgesetzt.

Die Anstellung erfolgt in zwei Gehaltsgruppen: In der Gehaltsgruppe A2 beträgt das Einkommen € 6.389,50 brutto (14x jährlich), während in der Gehaltsgruppe B1, bis zur Qualifizierungsvereinbarung, € 5.014,30 brutto (14x jährlich) gezahlt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 18. März 2026, und der vorgesehene Dienstantritt ist für den 1. Oktober 2026 geplant. Interessierte können ihre Bewerbungen per E-Mail an bewerbung@plus.ac.at senden.

Forschung zur Motivation von Lernenden

Ein zentraler Aspekt der ausgeschriebenen Stelle ist die Forschung zur Motivation von Lernenden, die in der aktuellen Bildungsforschung von großer Bedeutung ist. Wie Untersuchungen zeigen, haben sowohl Lehrkräfte als auch Eltern einen erheblichen Einfluss auf die Motivation von Schülerinnen. In einem Beitrag von Rubach und Lazarides (2021) wird der Zusammenhang zwischen kognitiver und emotionaler Unterstützung und der Motivation von Lernenden thematisiert. Ihre Arbeit ist Teil der Sammlung „Soziale Eingebundenheit – Sozialbeziehungen im Fokus von Schule und Lehrerinnenbildung“ und bietet wertvolle Einblicke in die Dynamik von Lernbeziehungen.

Darüber hinaus hat Lazarides in mehreren Studien die Motivationsprofile von Schülerinnen in verschiedenen Fächern, wie Mathematik, analysiert. Diese Studien untersuchen unter anderem, wie die Wahrnehmung von Klassenraumeigenschaften die zukünftigen Karriereaspirationen von Schüler*innen beeinflusst. Solche Erkenntnisse sind für die Entwicklung effektiver Lehrstrategien und die Verbesserung der Lernumgebung von entscheidender Bedeutung.

Internationale Vergleichsstudien und deren Bedeutung

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die PISA-Studie, die seit 2000 weltweit Schülerleistungen erfasst und international vergleicht. Diese Studie, die von der OECD initiiert wurde, untersucht alle drei Jahre die Leistungen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Dabei werden zentrale motivationale Kennwerte erfasst, die entscheidend für die Analyse von Lernmotivation sind. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung soziodemographischer Merkmale und Lerngelegenheiten interpretiert und bieten wertvolle Ansatzpunkte für zukünftige Bildungsstrategien.

In Deutschland wird die PISA-Studie durch nationale Erweiterungen (PISA-E) ergänzt, die es ermöglichen, die Leistungen der verschiedenen Bundesländer zu vergleichen. Solche vergleichenden Studien sind von immenser Bedeutung, um die Qualität der Bildung zu evaluieren und gezielte Reformen anzustoßen. Die hier beschriebenen Forschungsansätze und die angebotene Stelle an der Paris-Lodron-Universität Salzburg könnten somit nicht nur zur individuellen wissenschaftlichen Karriere beitragen, sondern auch zur Weiterentwicklung der Bildungssysteme in Deutschland und darüber hinaus.