Ein tragischer Rodelunfall hat am Donnerstag im österreichischen Salzburg das Leben eines 13-jährigen Mädchens gefordert. Die beiden Schülerinnen, die zur Schülergruppe des Luitpold-Gymnasiums in München gehörten, befanden sich im Rahmen eines Wintersport-Aufenthaltes im Skigebiet und verließen die vorgesehene Rodelbahn, um auf einer Skipiste zu fahren. Diese Piste war als mittelschwer (rot markiert) eingestuft und wies einen steilen Hang auf. Um etwa 11:20 Uhr prallten die Mädchen gegen einen Baum, bevor sie mehrere Meter in den steilen Wald stürzten. Eine der beiden erlag am Freitag in einer Klinik in Salzburg ihren schweren Verletzungen, während die andere schwer verletzt ins Krankenhaus nach Schwarzach geflogen wurde, wo ihr Zustand stabil ist, sie jedoch voraussichtlich noch einige Tage bleiben muss (Quelle, Quelle).
Die Schulleiterin Renate Matthias äußerte sich zu dem Vorfall und bezeichnete den Tod einer Schülerin als eine Tragödie. Beide Mädchen waren vor dem Rodeln belehrt worden und trugen Helme. Die genaue Ursache dafür, warum die Schülerinnen die Rodelbahn verließen und auf die Skipiste gerieten, ist noch unklar. Ermittlungen zum genauen Unfallhergang sind im Gange, und die Anteilnahme in der Schulgemeinschaft ist groß. Wolfgang Hofer, Vorstand der Seilbahn, bezeichnete den Vorfall als sehr tragisch und drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus (Quelle).
Unfallursachen und Sicherheit im Wintersport
Die Unfallanalyse 2023/2024 der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) zeigt, dass es nach der Pandemie einen Anstieg der Verletzungen im alpinen Skisport gegeben hat. Schätzungen zufolge benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrer*innen medizinische Behandlung, wobei rund 7.000 von ihnen so schwere Verletzungen erlitten, dass eine stationäre Behandlung notwendig war. Die häufigsten Verletzungen betreffen das Kniegelenk, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. Kollisionen, wie sie auch bei diesem tragischen Unfall vorkamen, machen etwa ein Fünftel aller Unfälle aus (Quelle).
Die SIS betont, dass Sicherheit auf der Piste eine gute Vorbereitung erfordert. Dazu gehören gewartete Ski und Snowboards, korrekt eingestellte Bindungen, geprüfte Helme und funktionale Kleidung. Auch körperliche Vorbereitung und das Aufwärmen vor dem Skifahren können das Verletzungsrisiko erheblich senken. Die FIS-Verhaltensregeln für sicheres Verhalten im Wintersport, wie Rücksichtnahme und angepasste Geschwindigkeit, sind von großer Bedeutung, um Unfälle zu vermeiden.