Am 12. Februar 2026 ereignete sich im Wintersportgebiet Rauris ein tragischer Rodelunfall, der der Schulgemeinschaft aus München und der gesamten Region großes Entsetzen brachte. Eine 13-jährige Schülerin aus Bayern verlor dabei ihr Leben, nachdem sie beim Rodeln mit einem gleichaltrigen Mädchen von der Piste abkam und gegen einen Baum prallte. Das Unglück ereignete sich während eines Aufenthalts einer Schülergruppe aus München in den österreichischen Bergen. Beide Mädchen, die beim Rodeln Helme trugen, wurden verletzt und schnell in Krankenhäuser transportiert. Während die Schülerin, die schwerer verletzt wurde, in einer Klinik in Salzburg starb, war der Zustand des zweiten Mädchens stabil und sie wurde im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach behandelt. Die österreichische Alpinpolizei hat bereits Ermittlungen zu dem Unfall aufgenommen (Quelle 1, Quelle 2).
Unfälle beim Rodeln sind kein Einzelfall und nehmen in den letzten Jahren zu. Das Bayerische Kuratorium für Alpine Sicherheit warnt vor den oft unterschätzten Gefahren dieses beliebten Wintersports. Trotz der gestiegenen Gästezahlen in den Rodelgebieten und der damit verbundenen Attraktivität, ist das Risiko von Verletzungen hoch. Die Bergwacht Bayern rückte in der vergangenen Saison zu 131 Rodelunfällen aus, wobei häufig Kopfverletzungen, Brüche und Schnittwunden auftraten. Die Bergwacht hat zudem darauf hingewiesen, dass viele Wintersportler die Bedeutung von Sicherheitsvorkehrungen, wie der Helmpflicht, oft nicht ernst genug nehmen. Ein Rodel-Knigge, der über sicheres Verhalten beim Rodeln informiert, wurde am Wallberg etabliert, um das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen (Quelle 3).
Die Gefahren des Rodelns
Gerade bei der Jugend erfreut sich Rodeln großer Beliebtheit, doch die damit verbundenen Risiken sind oft nicht im Bewusstsein. Laut aktuellen Berichten hat sich die Zahl der Rodelbesucher am Jenner im Vergleich zum Vorjahr sogar verdreifacht, was die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen umso dringlicher macht. Die Bergwacht hat in einer Übung die Einsatzkräfte im Notfall demonstriert, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die mit unvorsichtigem Verhalten verbunden sind.
Die steigende Zahl der Rodelunfälle ist alarmierend und erfordert ein Umdenken im Umgang mit diesem Wintersport. Sicherheits-Checkpoints in beliebten Skitourengebieten werden mittlerweile eingerichtet, um die LVS-Geräte (Lawinenverschütteten-Suchgeräte) zu kontrollieren und die Sicherheit zu erhöhen. Eine neue App namens „SNOBS“ wird ebenfalls beworben, um die Sicherheit beim Skitourengehen zu verbessern und somit auch beim Rodeln potenzielle Gefahren im Vorfeld zu erkennen.
Die Tragödie in Rauris erinnert uns alle daran, wie wichtig es ist, sich der Risiken bewusst zu sein und die Sicherheitsvorkehrungen ernst zu nehmen. Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Familien und der Schulgemeinschaft in München.