Am 8. März 2026 kam es im Lungau, genauer gesagt im Bereich des Schilchernocks, zu einem bemerkenswerten Lawinenabgang, der einen Einsatz der Bergrettung auslöste. Gegen Mittag alarmierten Skitourengeher die Bergrettungsortsstelle Tamsweg, nachdem sie einen größeren Lawinenabgang entdeckt hatten. Im Lawinenfeld fanden die Einsatzkräfte Signale von einem Lawinenverschütteten-Gerät (LVS) sowie eine Skibrille, was die Dringlichkeit des Einsatzes erhöhte. Der Einsatzleiter Bernhard Steiner berichtete von Störsignalen während der Sondierung, was die Situation zusätzlich komplizierte.
Insgesamt waren 22 Bergretterinnen und Bergretter im Einsatz, um den etwa 200 Meter breiten und 80 Meter langen Lawinenkegel zu sondieren. Der Lawinenabgang ereignete sich vermutlich am späten Samstagnachmittag auf einer Höhe von 2100 Metern. Glücklicherweise wurden keine Vermissten gemeldet, und es gingen auch keine Vermisstenanzeigen ein. Unterstützt wurde die Bergrettung von einem Rettungshubschrauberteam („RK1“), einem Polizeihubschrauberteam („Libelle“), der Alpinpolizei sowie der Freiwilligen Feuerwehr Ramingstein. Der Einsatz konnte schließlich um 15:30 Uhr als beendet erklärt werden, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich waren. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in dem Artikel auf meinbezirk.at.
Lawinenrisiko und Sicherheitsmaßnahmen
Lawinen sind ein ernstzunehmendes Risiko für alle, die abseits gesicherter Pisten unterwegs sind. Obwohl sie nicht zu 100% vorhersehbar sind, können Risiken durch gezielte Vorbereitung und Ausbildung minimiert werden. Dazu gehört vor allem das Wissen um die richtige Lawinen-Notfallausrüstung und die Notwendigkeit, im Falle eines Lawinenabganges schnell und effizient zu handeln. Es ist unerlässlich, dass alle Gruppenmitglieder über die notwendigen Kenntnisse verfügen und wissen, wie sie im Notfall reagieren müssen.
Eine fundierte Ausbildung in Sachen Lawinensicherheit ist entscheidend. Diejenigen, die sich oft in den Bergen aufhalten, sollten sich über die aktuellen Lawinenlageberichte informieren und im Zweifelsfall auf markierten Skipisten bleiben oder sich einem zertifizierten Bergführer anschließen. Standardmäßige Lawinen-Notfallausrüstung wie LVS-Gerät, Sonde und Schaufel sollten immer dabei sein. Zudem ist regelmäßiges Training im Umgang mit dieser Ausrüstung unerlässlich. Weitere Informationen zu Lawinenrisiken und Sicherheitsvorkehrungen finden Sie unter recco.com.
Ausbildung in Lawinensicherheit
Eine fundierte Ausbildung kann Leben retten. Der Lawinenkurs, der in Theorie und Praxis gegliedert ist, bietet die Möglichkeit, sich auf verschiedene Situationen im Gelände vorzubereiten. Die beiden Teile des Kurses können unabhängig voneinander absolviert werden, wobei empfohlen wird, zuerst den Theoriekurs und anschließend den Praxiskurs zu besuchen. Der Kurs erstreckt sich über zwei Tage, wobei der Theorieteil meist online stattfindet und der Praxisteil im Gelände. Diese praktische Erfahrung ermöglicht das Erlernen von Techniken zur Untersuchung verschiedener Hänge unter realen Bedingungen. Details zu den Kursen finden Sie auf lara-app.com.
Insgesamt ist es wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und gut vorbereitet in die Berge zu gehen. Eine Kombination aus Wissen, Erfahrung und der richtigen Ausrüstung kann entscheidend sein, um sicher durch die winterlichen Landschaften zu navigieren.