Was geht in Tamsweg? Ende Mai haben sich 25 Jugendliche aus ganz Österreich an der landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) in Tamsweg zusammengefunden. Der Anlass? Ein spannender Wettbewerb rund um das Thema Biene und Imkerei, der nicht nur Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten abprüfte. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung des Österreichischen Imkerbundes sowie dem Landesverband für Imkerei und Bienenzucht in Salzburg organisiert.

Am Freitag startete der Wettbewerb mit einem Theorietest, der die Teilnehmer mit 50 Fragen zum Bienenwesen vor Herausforderungen stellte. Hier konnten maximal 50 Punkte erreicht werden. Am Samstag folgte dann der praktische Teil, wo die angehenden Jungimker an 13 verschiedenen Stationen ihr Können unter Beweis stellten. Die Stationen reichten von Wachsverarbeitung über die Erkennung von Trachtpflanzen bis hin zur sensorischen Honigbewertung und der Bienengesundheit. Neu in diesem Jahr war eine Station zum Thema Bienentransport.

Ergebnisse und Auszeichnungen

Nach den Herausforderungen im Wettbewerb ging es dann zum Bogenschießen nach Mauterndorf, bevor am Abend die Grillfeier und die Siegerehrung stattfand. Besonders erfreulich war der Erfolg der Schüler der LFS Tamsweg. Auf dem höchsten Treppchen landeten Kilian Steer und Fabio Rieder mit je 172,5 Punkten, gefolgt von Matthias Schaidreiter aus der LFS Tamsweg auf dem dritten Platz. Hier sind die Ergebnisse der Schüler aus Tamsweg und anderen Bundesländern zusammengefasst:

Platz Name Bundesland
1. Kilian Steer Steiermark
1. Fabio Rieder Vorarlberg
3. Matthias Schaidreiter Salzburg
7. David Kienberger Steiermark
12. Leopold Helperstorfer Salzburg
14. Lukas Maierhofer Steiermark

Kilian Steer und Matthias Schaidreiter erhielten jeweils tolle Preise: Eine Komplettbeute mit einem Bienenvolk und einer Reinzuchtkönigin für Steer, während Schaidreiter eine Reinzuchtkönigin mit nach Hause nehmen durfte.

Die Herausforderungen der Imkerei

Ein wichtiger Kontext zum Wettbewerb ist das „Österreichische Bienengesundheitsprogramm“, das darauf abzielt, die Gesundheit der Bienenvölker zu verbessern und die Bestäubungsfunktion der Bienen sicherzustellen. Die Imkerei in Österreich steht vor Herausforderungen, wie dem Umgang mit der Varroamilbe und anderen Krankheiten, die in den letzten Jahrzehnten zugenommen haben. Das Programm bietet Schulungen und Beratung für Imker an, um diese Probleme zu bekämpfen und die Überwinterungsraten der Bienenvölker zu verbessern. Dabei spielt auch die Rolle der Teilnehmer in solchen Wettbewerben eine große Bedeutung, da sie sich bereits früh mit den Themen rund um das Bienenwohl auseinandersetzen.

Die Einhaltung von Vorgaben und die Dokumentation von Bekämpfungsmaßnahmen sind essenziell, um die Bienengesundheit in den Griff zu bekommen. Das bedeutet nicht nur Verantwortung für die eigenen Völker, sondern auch für die gesamte Umwelt. Immerhin gibt es bei der Bienenhaltung viel zu lernen, was auch in anderen Ländern bereits vorbildlich gefördert wird, wie etwa in der Schweiz mit ihrem umfassenden Ausbildungskonzept für Neuimker.

Der Wettbewerb in Tamsweg bot somit nicht nur einen spannenden Rahmen zur Prüfung von Wissen und Praxis, sondern soll auch als Impuls dienen, zukünftig noch mehr junge Menschen für die Imkerei zu begeistern und sie auf die Herausforderungen und Chancen in diesem wichtigen Bereich aufmerksam zu machen.

sn.at berichtet, dass die Veranstaltung auch durch Sponsoren unterstützt wurde, um so die nächste Generation von Imkern auszubilden. Biene Österreich hat die Bedeutung der Bienengesundheit im österreichischen Kontext betont, während BienenSchweiz auf die Wichtigkeit solider Ausbildungskonzepte für angehende Imker hinweist.