Im Januar 2026 machte sich die Familie Posch/Stoiber auf den Weg nach Japan, um ihre Tochter zu besuchen. Während eines Spaziergangs durch die malerischen Straßen Kyotos entdeckten sie in einem Second-Hand-Shop eine ganz besondere Trainingsjacke des Tischtennisclubs TTC Tamsweg. Diese Jacke, die an einem Adidas-Ständer hing, war nicht nur ein einfacher Kleidungsartikel, sondern trug auch das Logo des Gasthofs Gambswirt als Sponsor auf der Brust. Ein echter Schatz aus der Vergangenheit!
Die Jacke war mit einem Preis von 21.990 Yen, was etwa 120 Euro entspricht, eines der teuersten Stücke im Shop und war zudem rund 45 Jahre alt. Ein Blick auf die Jacke offenbarte, dass der zweite Sponsor Coop Sport war. Die Neugier der Familie war geweckt, und sie nahmen umgehend Kontakt mit dem Gasthof Gambswirt auf, um die Jacke zu erwerben. Birgit Pichler, die Rezeptionistin des Gasthofs, hatte jedoch eine andere Idee: Statt die Jacke zu verschicken, schlug sie vor, einen Urlaub im Lungau zu buchen. Im Februar 2026 wurde die Jacke schließlich im Gasthof Gambswirt übergeben und damit eine kleine Geschichte von Mödling nach Kyoto und zurück geschrieben.Quelle
Der Trend der Vintage Trainingsjacken
Das Interesse an Vintage Trainingsjacken ist derzeit nicht nur in Japan, sondern weltweit spürbar. Diese Kleidungsstücke, die ursprünglich als Sportbekleidung konzipiert wurden, haben sich zu einem festen Bestandteil der modernen Streetwear entwickelt. Sie sind besonders beliebt auf Plattformen wie Instagram, in Underground-Clubs und im Alltag. Der Bloke Core-Trend, der Retro-Elemente mit Urbanwear verbindet, hat die Nachfrage nach solchen Stücken noch weiter angeheizt. Merkmale wie Zipper, Stehkragen und auffällige Logos machen sie zu einem modischen Statement.
Vintage-Modelle aus den 80ern, 90ern und frühen 2000ern sind besonders gefragt. Marken wie Adidas, Puma und Nike haben das Bild dieser Jacken in den 1970er- und 80er-Jahren geprägt. In den 90ern erlebten sie durch die Hip-Hop- und Rave-Kultur einen wahren Boom. Nach einem Tiefpunkt Ende der 2000er erleben sie nun ein Comeback, das von einem gestiegenen Bewusstsein für Nachhaltigkeit begleitet wird. Second-Hand-Kleidung, wie die Jacke aus Kyoto, reduziert den ökologischen Fußabdruck um bis zu 80% und bietet eine nachhaltige Alternative zur Fast Fashion.Quelle
Nachhaltigkeit und Modebewusstsein
Die Modeindustrie zählt zu den umweltschädlichsten Branchen weltweit. Hoher Wasserverbrauch, chemische Substanzen und enorme Abfallmengen durch Fast Fashion sind nur einige der Probleme, die es zu bewältigen gilt. Second-Hand- und Vintage-Mode bieten hier eine nachhaltige Lösung. Sie verlängern den Lebenszyklus von Kleidungsstücken und reduzieren die Nachfrage nach neu produzierter Ware. Dies senkt sowohl den Ressourcenverbrauch als auch die Treibhausgasemissionen.
Indem Konsument*innen sich für Second-Hand-Mode entscheiden, setzen sie ein Zeichen gegen die Massenproduktion und die Wegwerfmentalität. Jedes Vintage-Stück erzählt seine eigene Geschichte und fördert die Wertschätzung von Qualität und Handwerkskunst. Ein bewusster Umgang mit Mode kann nicht nur das persönliche Stilbewusstsein schärfen, sondern auch zur Transformation der Modeindustrie beitragen.Quelle





