Heute ist der 21.02.2026 und in St. Johann im Pongau erleben wir den Winter in seiner vollen Pracht. Am Freitag, den 20. Februar, brachte ein Wintereinbruch ganz Österreich in eine weiße Traumwelt. Die Schneemengen variieren stark zwischen den Regionen, wobei Salzburg stabil bleibt. Besonders bemerkenswert ist der Rekordneuschnee im Pinzgau, wo am Sonnblick über 3.000 m Seehöhe sage und schreibe 42 cm Neuschnee gemessen wurden. Auch an der Rudolfshütte, die sich über 2.300 m erstreckt, konnten Skifahrer und Winterliebhaber mit 33 cm Neuschnee rechnen.

In den Tälern sieht die Situation allerdings etwas anders aus: St. Johann im Pongau verzeichnete 10 cm Neuschnee, Bischofshofen und Krimml mussten sich mit 6 cm begnügen, und im Lungau gab es lediglich einige wenige Spuren von Neuschnee. Selbst am Salzburger Flughafen wurden nur 3 cm Neuschnee gemessen. Die Wetterprognose für die kommenden Tage kündigt unbeständiges Wetter an, wobei die Schneefallgrenze auf etwa 1.200 Meter ansteigt und in den Tälern eher Regen als Schnee erwartet wird. Ein Wetterumschwung mit Sonne und warmen Temperaturen wird jedoch Mitte der kommenden Woche in Aussicht gestellt. Mehr Details zu den derzeitigen Wetterbedingungen und Prognosen findest du in diesem Artikel.

Wetterlage in Deutschland

Die Wetterlage in Deutschland zeigt sich ebenfalls dynamisch, denn atlantische Tiefausläufer bringen milde Meeresluft ins Land. Aktuell gibt es Schneefälle im höheren Bayerischen Wald und an den Alpen, wobei die Schneefallgrenze bei 1.000 m im Bayerischen Wald und 1.500 m an den Alpen liegt. Hier werden Neuschneemengen von 10 bis 20 cm erwartet, in Staulagen sogar bis zu 30 cm, während die Allgäuer Alpen bis zu 40 cm Neuschnee abbekommen könnten. Allerdings ist im Bayerwald nur noch mit wenigen cm Neuschnee zu rechnen.

In den kommenden Tagen wird eine milde Witterung mit wiederholten Regenfällen und Tauwetter erwartet, insbesondere in den Mittelgebirgslagen. Bis Montagabend sind Regen- und Schmelzwassermengen zwischen 50 und 80 l/qm möglich. Auch stürmische Böen aus dem Südwesten mit Geschwindigkeiten von 70 bis 80 km/h in exponierten Lagen sind nicht ausgeschlossen. Wer mehr über die aktuellen Wetterbedingungen erfahren möchte, kann sich auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes informieren.

Ein Blick auf die Klimaveränderungen

Die aktuellen Wetterereignisse stehen auch im Kontext der Klimaveränderungen, die in den vergangenen Jahren immer spürbarer werden. 2024 wurde als das wärmste Jahr in der Messgeschichte Österreichs verzeichnet, mit Rekordzahlen an Hitzetagen und einer Durchschnittstemperatur, die in fast allen Jahren seit 2011 über dem langfristigen Mittel liegt. Die Höchsttemperatur wurde in Wien mit 13,1 Grad gemessen, während Klagenfurt die niedrigste Durchschnittstemperatur von 10,9 Grad aufwies.

Mit 52 Hitzetagen über 30 Grad in Wien zeigt sich eindrucksvoll, wie der Klimawandel auch die österreichischen Sommer beeinflusst. Trotz eines eher sonnenarmen Jahres 2024, wo die Sonnenscheindauer um 2% unter dem langfristigen Durchschnitt lag, ist der durchschnittliche Niederschlag mit rund 1.185 Millimetern um 8% über dem langfristigen Mittel. Diese Entwicklungen rufen nicht nur Besorgnis hervor, sondern auch den Wunsch nach Klimaneutralität bis 2040, ein Ziel, das in Österreich breite Unterstützung findet. Weitere Informationen zu den klimatischen Veränderungen in Österreich findest du in diesem Bericht.