Das Projekt Mosaik, eine Initiative der Caritas, musste nun im Pongau aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Es wurde 2021 ins Leben gerufen und bot wöchentliche Sprechstunden mit Sozialarbeitern in Kindergärten an. Besonders in St. Johann im Pongau war das Angebot seit 2024 sehr gut angenommen worden. Die Caritas hofft jedoch, das Projekt in Zukunft wieder aufnehmen zu können. Mosaik steht für „Mobile Soziale Arbeit im Kindergarten“ und hat das Ziel, Familien bei Erziehungsfragen, Überbelastung und sozialen Herausforderungen zu unterstützen. Die Sozialberatung ist kostenlos, vertraulich und niederschwellig, was bedeutet, dass Sprechstunden ohne Termin möglich sind und die Caritas-Mitarbeiter direkt vor Ort sind. Ab 2025 sind zudem weitere Standorte in Oberndorf, Hallein und Seekirchen geplant, die durch das Sozialministerium finanziert werden. Die Projektleiterin Silvana Engertsberger strebt an, das Angebot auf zusätzliche Kindergärten auszuweiten.

Ein zentrales Thema bleibt die Finanzierung des Projektes. Bis Mitte 2026 gibt es eine Förderung des Bundesministeriums, jedoch gestaltet sich die Beantragung öffentlicher Förderungen vom Land Salzburg als schwierig. Um das Projekt fortführen zu können, ist die Caritas auf Spenden angewiesen. Die Notwendigkeit solcher Angebote wird durch die Tatsache unterstrichen, dass Kindergartenpädagoginnen viel Zeit mit Kindern verbringen und Verhaltensauffälligkeiten oft auf schwierige Lebensverhältnisse hinweisen. Mosaik zielt darauf ab, betroffenen Familien Unterstützung zu bieten, was in 15 Einrichtungen der St.-Erentrudis-Stiftung in Salzburg und Bischofshofen sowie im Stadtkindergarten St. Johann bereits der Fall ist.

Ausweitung der Angebote

Ab Dezember 2024 wird das Angebot mit wöchentlichen Sprechstunden auch in Oberndorf bei Salzburg ausgeweitet. Ein weiterer Kindergarten in St. Johann wird ab Januar 2025 hinzugefügt. Bisher fanden in den 25 Einrichtungen rund 700 Beratungsgespräche statt. Die regelmäßige Präsenz der Caritas-Mitarbeiter fördert den Vertrauensaufbau und senkt die Hemmschwelle zur Inanspruchnahme von Hilfe. Sowohl Eltern als auch Pädagoginnen nutzen das Angebot, was zu einer Entlastung für beide Gruppen führt.

Mosaik hat in der Vergangenheit Unterstützung durch den Sieg bei der „Bildungsmillion“, einem Ideenwettbewerb der MEGA Bildungsstiftung, erhalten. Ziel des Projekts ist es, frühzeitig benachteiligte Situationen zu vermeiden und Bildungsgerechtigkeit sowie Armutsprävention zu fördern. Die Wirksamkeit des Projekts wird wissenschaftlich durch die Uni Graz evaluiert, was die Bedeutung und den Erfolg der Initiative unterstreicht.

Soziale Teilhabe und Unterstützung

Im Kontext der sozialen Beratung in Österreich zielt diese darauf ab, das gesamte Familiensystem zu unterstützen und die Verfestigung prekärer Lebenssituationen, Armut und Ausgrenzung zu vermeiden. Die Beratungsinhalte umfassen unter anderem die Vermittlung an Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Job und Beruf sowie Gesundheitsberatung. Letztlich soll soziale Teilhabe ermöglicht oder erhalten werden, was nicht nur die Lebensqualität der betroffenen Familien verbessert, sondern auch Perspektiven für Kinder schafft und Abhängigkeiten reduziert. Diese umfassenden Unterstützungsmaßnahmen sind entscheidend, um die Würde und Selbstbestimmung der Adressat:innen zu fördern und ihre Integration in das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben in Österreich sicherzustellen.

Für weitere Informationen über das Projekt Mosaik und die laufenden Angebote der Caritas besuchen Sie bitte die Quelle sowie die zweite Quelle und die dritte Quelle.