In der malerischen Kulisse von St. Johann im Pongau wird vom 13. bis 15. März 2026 die Parachute-Ski-Weltmeisterschaft und ein Weltcup-Stopp ausgetragen. Diese spannende Veranstaltung, die etwa 45 Athletinnen und Athleten aus fünf Nationen anzieht, kombiniert alpinen Skirennlauf mit dem Nervenkitzel des Fallschirmspringens. Die Wettkampfform umfasst einen FIS-reglementierten Riesentorlauf, in dem nicht nur die Geschwindigkeit zählt, sondern auch die Präzision beim Zielsprung, der auf eine nur 2 cm große Plattform zielt. Organisiert wird das Event vom HSV Red Bull Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Skigebiet Snow Space Salzburg, dem Tourismusverband St. Johann, dem WSV St. Johann und der Stadtgemeinde St. Johann im Pongau.

Die Rückkehr der Parachute-Ski-Weltmeisterschaft nach St. Johann ist besonders bemerkenswert, da die letzte Austragung bereits 2017 stattfand und das Event im Vorjahr wetterbedingt abgesagt werden musste. Die Veranstalter versprechen, dass die kommenden vier Tage voller Spannung, internationaler Klasse und spektakulärer Bilder sein werden. Während die Athleten sich auf ihre Wettkämpfe vorbereiten, wird auch ein vielseitiges Rahmenprogramm für die Besucherinnen und Besucher angeboten. Der HSV Red Bull Salzburg schickt nicht nur ambitionierte Einzelstarter, sondern auch Teams ins Rennen, die alles daran setzen, Spitzenplätze zu erreichen.

Die Faszination des Parachute-Ski

Der Ursprung des Parachute-Ski geht zurück ins Bergrettungswesen der 1960er Jahre, als Bergretter mit Fallschirmen aus Hubschraubern sprangen, um schneller zu Unfallorten zu gelangen. Die erste Veranstaltung fand 1963 in Flims statt, gefolgt von der ersten Weltmeisterschaft 1987 in Sarajevo. Diese Sportart, die früher als Para-Ski bekannt war, wurde umbenannt, um Verwechslungen mit dem paralympischen Skisport zu vermeiden.

Das Event ist nicht nur für die Athleten von Bedeutung, sondern auch für die Zuschauer. Diese haben kostenlosen Zugang zum Event und können die beeindruckenden Sprünge und Fahrten hautnah miterleben. Bei den Wettkämpfen werden zwei Durchgänge im Riesentorlauf und sechs Parachute-Sprünge aus einer Höhe von 1.000 m absolviert. Die Zielsprünge finden am Samstag und Sonntag statt, abhängig von den Wetterbedingungen. Jeder Hubschrauber bringt vier Teilnehmer in die Luft, die jeweils sechs Sprünge absolvieren. Mehr als 80 Athlet*innen aus rund zehn Nationen nehmen teil, alle sind professionelle Hobbysportler, die sich auf die Herausforderung freuen.

Ein Blick in die Geschichte des Skisports

Die österreichische Skigeschichte ist eng mit der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Landes verbunden. Der alpine Skilauf hat maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung in Österreich beigetragen. Skilehrer fungieren als Botschafter der österreichischen Kultur und Bergwelt und spielen eine zentrale Rolle im Wintertourismus des Landes. Die Entwicklung des Skisports in Österreich begann mit Pionieren wie Max Kleinoscheg und Hannes Schneider, die maßgeblichen Einfluss auf die Ausbildung von Schneesportlehrern hatten.

Durch ihre Arbeit und die Gründung zahlreicher Skischulen nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Basis für die heutige Vielfalt im Schneesport gelegt. Der moderne Skisport hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark gewandelt, und die österreichischen Skischulen bieten heute ein breites Spektrum an Aktivitäten an, das über das alpine Skifahren hinausgeht und auch Snowboarden, Langlaufen und vieles mehr umfasst. Mit über 18.000 Schneesportlehrern in mehr als 600 Skischulen trägt dieser Sektor entscheidend zum Erfolg des Wintertourismus in Österreich bei.

Für die kommenden Tage in St. Johann im Pongau erwarten wir also nicht nur spannende Wettkämpfe, sondern auch einen faszinierenden Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Skisports. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in diesem Artikel oder auf der Website des Salzburger Landes. Auch historische Aspekte des Skisports können auf der Seite Snowsport Austria nachgelesen werden.