Am 14. Februar 2026 feierten in St. Johann im Pongau 18 Junggesell:innen ihren Lehrabschluss beim traditionellen Metzgersprung, einer Veranstaltung, die tief in der Kultur Salzburgs verwurzelt ist. Diese Tradition, die seit über 500 Jahren besteht, wurde seit 1980 wieder im Hof von St. Peter durchgeführt, nachdem sie zuvor 200 Jahre lang wegen „unsittlicher Ausschweifungen“ ausgesetzt war. Anton Karl, der langjährige Innungsmeister, hat den Metzgersprung und das Fahnenschwingen wiederbelebt und damit einen wichtigen Teil der regionalen Identität gestärkt. In diesem Jahr wurden zusätzlich 11 Jungmeister und 1 Jungmeisterin ausgezeichnet, was die Bedeutung der Veranstaltung unterstreicht.

Die Feierlichkeiten zogen hunderte Schaulustige an und gelten als Höhepunkt im Faschingsreigen. Die Fleischerinnung in Salzburg ist trotz des Fachkräftemangels ein entscheidender Wirtschaftsfaktor in der Lebensmittelwirtschaft. In der Region gibt es knapp 90 aktive Fleischerbetriebe mit rund 1.200 Mitarbeiter:innen und 33 Lehrlingen. Innungsmeister DI Helmut Karl betonte bei der Veranstaltung die Wichtigkeit regionaler und hochwertiger Fleisch- und Wurstspezialitäten, die für die Salzburger Fleischer charakteristisch sind.

Der Metzgersprung: Ein Übergangsritus

Der Metzgersprung ist nicht nur eine Feier des Lehrabschlusses, sondern auch ein Übergangsritus für die Junggesellen. Er verbindet Handwerkstradition mit regionaler Identität und spielt eine zentrale Rolle in der Ausbildung der Fleischerbranche. Diese Ausbildung sichert die Qualität der Produkte und stärkt die lokale Wirtschaft. Zudem wird der Nachfrage nach Transparenz und Nachhaltigkeit in der Fleischwirtschaft Rechnung getragen.

Die Liste der Junggesellen, die ihre Lehre abgeschlossen haben, umfasst unter anderem Thomas Aichhorn von der Fleischerei Urban in Sankt Johann im Pongau, Josef Auer von der Fleischhauerei Rass in Lofer und Peter Christian Ebster von der Metzgerei Steinberger in Grödig. Auch die verdienten Jungmeister:innen, wie Manuel Gugg aus Ranten und Anja Lax aus St. Michael, wurden entsprechend geehrt.

Die Bedeutung der Fleischerbranche

Die Fleischwirtschaft stellt einen bedeutenden Arbeitgeber in Salzburg dar und ist bekannt für ihre Stärken in der natürlichen und biologischen Herstellung sowie kurzen Transportwegen. Diese Aspekte tragen nicht nur zur Qualität der Produkte bei, sondern auch zur Sicherung lokaler Arbeitsplätze und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Die Fleischerbranche in Österreich steht für hochwertige Fleisch- und Wurstspezialitäten, die über die Grenzen Salzburgs hinaus geschätzt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Metzgersprung nicht nur ein Fest des Handwerks ist, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Zukunftssicherung der Fleischerbranche sowie die Pflege lokaler Traditionen. Diese Veranstaltung ist ein lebendiges Zeugnis des Handwerks und der regionalen Identität, das auch in Zukunft bestehen bleiben sollte, um die kulturellen Wurzeln Salzburgs zu bewahren und weiterzugeben. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über die Bedeutung der Fleischerbranche hier und die Details zum Metzgersprung hier.