Am 11. Februar 2026 um 11:33 Uhr ereignete sich in St. Johann im Pongau ein bemerkenswerter Verkehrsunfall, der ohne schwere Verletzungen ausging. Ein Pkw überschlug sich und kam seitlich zum Liegen, nachdem der Fahrer gegen aufgestellte Wasserbausteine prallte. Glücklicherweise blieben die beiden Insassen, ein 22-jähriger Rumäne und ein 20-jähriger österreichischer Beifahrer, unverletzt. Der Vorfall hat jedoch einen Schatten auf das Thema Alkohol am Steuer geworfen, da die Polizei Alkoholgeruch beim Fahrer feststellte und ein Alkotest 0,78 Promille ergab. Das Auto erlitt Totalschaden und musste schließlich mit einem Kran aufgerichtet und abgeschleppt werden. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in dem Bericht auf Salzburg24.
Die Gefahren des Fahrens unter Alkoholeinfluss sind nicht zu unterschätzen. Im Sommer steigt der Alkoholkonsum und damit auch die Zahl der Unfälle durch Trunkenheit am Steuer. Laut der Verkehrsunfallstatistik von Stat. Austria ereigneten sich im ersten Quartal 2022 8,5% aller Unfälle mit Personenschaden aufgrund von Alkohol. Insgesamt gab es 469 Alkoholunfälle in diesem Zeitraum, was zu 643 Verletzten und 7 Toten führte. Im Schnitt ereignen sich jährlich rund 2.300 Alkoholunfälle, bei denen mehr als 2.900 Personen verletzt und 31 getötet werden. Besonders alarmierend ist, dass etwa ein Viertel dieser Unfälle in den Sommermonaten Juli und August passiert. KFV-Experten warnen eindringlich vor den Gefahren des Fahrens unter Alkoholeinfluss und appellieren an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmenden. Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV, hebt hervor, dass bereits geringe Mengen Alkohol das Denk- und Reaktionsvermögen beeinträchtigen können. Es wird dringend empfohlen, im Vorfeld eines Alkoholkonsums über sichere Heimwege nachzudenken, sei es durch Mitfahrgelegenheiten oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Mehr zu diesen Statistiken erfahren Sie auf der Webseite des KFV unter KFV.
Aktuelle Trends und Statistiken
Die Problematik des Fahrens unter Alkoholeinfluss bleibt auch in den Folgejahren relevant. Im Jahr 2024 gab es in Österreich 2.705 Alkoholunfälle mit Personenschaden, was einen leichten Anstieg im Vergleich zu 2023 darstellt. Diese Unfälle machten über 7% aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden aus, wobei über 3.000 Personen verletzt und 33 Menschen ihr Leben verloren haben – die höchste Zahl seit 2018. Im Vergleich zu 2020 gab es einen Anstieg von knapp 30% bei Alkoholunfällen.
Besonders brisant ist die Tatsache, dass die Monate Juli und August zusammen etwa 24% aller alkoholbedingten Unfälle ausmachen. Die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen führt die Unfallstatistik an, gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen, die trotz einer Promillegrenze von 0,1 stark vertreten sind. Über 86% der alkoholisierten Verkehrsteilnehmer sind Männer, und die meisten Alkoholunfälle sind „Alleinunfälle“. Gemeindestraßen im Ortsgebiet sind dabei die häufigsten Unfallorte. Darüber hinaus ereignen sich an Samstagen die meisten Alkoholunfälle, mehr als ein Fünftel aller Unfälle. Für detaillierte Einblicke in diese Trends und Statistiken können Sie die Informationen auf der Seite des ÖAMTC nachlesen: ÖAMTC.
Der Vorfall in St. Johann im Pongau ist ein weiterer Weckruf für die Gesellschaft, sich der Gefahren des Fahrens unter Alkoholeinfluss bewusst zu werden und verantwortungsbewusst zu handeln. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache und sollten uns alle dazu anregen, die eigenen Entscheidungen im Straßenverkehr zu überdenken.