In der Region Salzburg sorgt ein aktueller Fall von Zahlungskartenkriminalität für Aufsehen. Die Polizei Salzburg bittet um Mithilfe bei der Fahndung nach zwei Männern, die beschuldigt werden, PIN-Codes von Bankomatkarten an Supermarkt-Kassen ausgespäht zu haben. Dies geschah auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Die Täter sollen ihre Opfer durch Ablenkung, etwa durch Ansprechen auf Parkplätzen oder in Tiefgaragen, bestohlen haben. Mit den gestohlenen Bankomat- und Kreditkarten wurden unrechtmäßige Bargeldabhebungen und Einkäufe getätigt. Die Taten fanden an mehreren Orten und Tagen statt, darunter St. Florian in Oberösterreich am 2. Oktober 2025, Hallein und Saalfelden am 3. Oktober 2025 sowie Kitzbühel und St. Johann in Tirol am 4. Oktober 2025. Die Beute wird auf mindestens 15.000 Euro geschätzt. Besonders alarmierend ist, dass die Täter die Nacht auf den 3. Oktober im Raum Stadt Salzburg und Umgebung verbracht haben, während sie sich die Nächte auf den 4. und 5. Oktober vermutlich im Bereich Pinzgau, Kitzbühel, St. Johann in Tirol und Wörgl aufhielten. Die Polizei richtet sich daher insbesondere an Betreiber und Angestellte von Beherbergungsbetrieben zur Unterstützung der Ermittlungen. Weitere Informationen dazu finden Sie in dem Artikel auf SN.at.

Die verschiedenen Arten von Zahlungskartenkriminalität

Zahlungskartenkriminalität ist ein weitreichendes Problem, das in verschiedene Kategorien unterteilt werden kann. Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) gibt es drei Hauptphänomene: Straftaten mit gefälschten Zahlungskarten, Straftaten mit Zahlungskartendaten (card-not-present-fraud) und Straftaten mit echten Zahlungskarten. Bei den ersten beiden Kategorien ist es häufig so, dass Täter Skimming-Geräte verwenden, um die Daten von echten Karten auszulesen. Dabei können PIN-Eingaben durch Minikameras oder manipulierte PIN-Pads aufgezeichnet werden. Die gesammelten Daten werden dann auf gefälschte Karten übertragen, die für betrügerische Transaktionen genutzt werden.

Um sich vor solchen Straftaten zu schützen, ist es ratsam, auf verdächtige Geräte an Geldautomaten und POS-Terminals zu achten und die PIN-Eingabe zu verdecken. Bei Verdacht auf Manipulation sollte umgehend die Bank informiert werden. Besonders wichtig ist auch, dass Nutzer ihre PINs sicher aufbewahren und nicht zusammen mit der Karte führen.

Die Gefahren von card-not-present-fraud

Eine weitere gefährliche Form der Zahlungskartenkriminalität ist die card-not-present-fraud, bei der Täter gestohlene Kreditkartendaten in Online-Shops einsetzen. Oft werden Waren-/Paketagenten verwendet, um die ergatterten Waren ins Ausland weiterzuleiten. Diese Agenten begehen ebenfalls Straftaten, während die Täter im Hintergrund agieren. Um sich davor zu schützen, sollte man Zahlungskartendaten nicht leichtfertig im Internet preisgeben und Phishing-Mails sowie unsichere Downloads vermeiden.

Die Gründe für den Abgriff deutscher Zahlungskartendaten sind vielfältig. So macht die hohe Bonität der Karteninhaber deren Daten besonders attraktiv für Kriminelle. Zudem werden viele Straftaten nicht angezeigt, da Banken oft die Schäden erstatten, was die Kriminalstatistiken verfälscht.

Fazit und Ausblick

Die aktuelle Fahndung der Polizei unterstreicht die Wichtigkeit, wachsam zu sein und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Es bleibt zu hoffen, dass durch die Unterstützung der Bevölkerung die Täter schnell gefasst werden können. In einer zunehmend digitalisierten Welt ist es unerlässlich, sich der Risiken bewusst zu sein und präventiv zu handeln. Die Sicherheit der eigenen Zahlungskarten sollte immer oberste Priorität haben. Für weitere Informationen zu diesem Thema und Schutzmaßnahmen empfehlen wir einen Blick auf die Webseite des BKA unter bka.de.