Am 3. Februar 2026, gegen 7 Uhr morgens, ereignete sich auf einer Gemeindestraße in der Gemeinde Bergheim im Bezirk Salzburg-Umgebung ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 34-jähriger österreichischer Fahrer eines Lieferwagens geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte seitlich mit dem Pkw einer Familie aus Bosnien und Herzegowina. In dem Fahrzeug befanden sich die 33-jährige Mutter und ihre zwei Kinder. Während die Kinder glücklicherweise unverletzt blieben, erlitt die Mutter Verletzungen unbestimmten Grades. Alle drei Insassen wurden vorsorglich zur medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Unfallursache war schnell identifiziert: Der Fahrer des Lieferwagens hatte einen Alkoholwert von 2,04 Promille. Die Fahrerin des Pkw hingegen war negativ getestet worden. Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste die Straße vollständig gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Solche Vorfälle sind in der Region nicht selten und werfen ein Schlaglicht auf die Gefahren des Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Rechtliche Konsequenzen bei Trunkenheit am Steuer

Verkehrsunfälle, wie der am 3. Februar, haben nicht nur medizinische, sondern auch rechtliche Folgen. In Deutschland führen Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss meist zu zivilrechtlichen Konsequenzen, die sich mit strafrechtlichen Folgen überschneiden können. Trunkenheit am Steuer gilt gemäß § 316 StGB als Straftat. Ab einem Alkoholwert von 0,5 Promille drohen Geldstrafen, der Entzug der Fahrerlaubnis und sogar Freiheitsstrafen, insbesondere wenn dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Bei einem Wert von 1,1 Promille gilt eine Person als absolut fahruntüchtig, was die rechtlichen Risiken weiter erhöht.

Die Zivilrechtliche Haftung umfasst materielle sowie immaterielle Schäden, die vom Geschädigten gegenüber dem Unfallverursacher oder dessen Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden können. Es ist wichtig zu wissen, dass zivilrechtliche Ansprüche unabhängig von einem strafrechtlichen Verfahren geltend gemacht werden können. Dies bedeutet, dass die Familie aus Bosnien und Herzegowina möglicherweise Schadensersatzansprüche, wie Fahrzeugreparaturkosten und Schmerzensgeld, gegen den Unfallverursacher geltend machen kann.

Schadensersatz und rechtliche Verteidigung

Die rechtlichen Folgen eines Unfalls unter Alkoholeinfluss sind vielfältig. Der Gesetzgeber hat klare Regelungen, die im Fall von Trunkenheitsfahrten Geldstrafen, Fahrerlaubnisentzug und sogar Freiheitsstrafen umfassen. Die Möglichkeit einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) besteht insbesondere bei hohen Alkoholwerten oder Wiederholungstätern. Zudem kann es für den Unfallverursacher Konsequenzen haben, wenn er einem Alkohol- oder Drogentest nicht nachkommt.

Professionelle rechtliche Verteidigung wird in solchen Fällen dringend empfohlen. Ein Rechtsanwalt kann die Beweislage prüfen und die besten Strategien zur Verteidigung entwickeln. Dies kann nicht nur dazu beitragen, eine mögliche Führerscheinsperre zu vermeiden, sondern auch die Höhe von Geldstrafen zu begrenzen. Die Beweislast liegt grundsätzlich bei der Person, die Ansprüche geltend macht, was in Fällen von grober Fahrlässigkeit die Situation komplizieren kann.

In Anbetracht der steigenden Unfallzahlen unter Alkoholeinfluss ist es von großer Bedeutung, das Bewusstsein für die Gefahren des Fahrens unter Einfluss von Alkohol oder Drogen zu schärfen. Der Vorfall in Bergheim ist ein trauriges Beispiel dafür, wie schnell es zu einem Unfall kommen kann und welche weitreichenden Folgen dies für alle Beteiligten hat. Weitere Informationen zu den rechtlichen Aspekten von Verkehrsunfällen finden Sie im Detail in den rechtlichen Quellen hier und hier.